Helden des Mittelstands – Teil 264: Der Bäcker schmeißt seine Öfen später an – und wird so für Azubis attraktiv
Sebastian Däuwel, Inhaber von „Die Brotpuristen“, hat eine Lösung für den Azubi-Mangel gefunden.
Foto: PR1. Das Problem
Die Zahl der Auszubildenden im Bäckerhandwerk ist seit Jahren rückläufig. Junge Menschen für den Job zu begeistern wird immer schwieriger.
2. Die Lösung
Däuwel ist selbst Quereinsteiger und kann gut einschätzen, was andere an seinem Job abschreckend finden: die Arbeitszeiten. Denn Dienstbeginn ist zwischen 1 Uhr und 3 Uhr morgens. Viele junge Menschen, so seine Vermutung, suchen sich nur deshalb andere Jobs, auch wenn sie eigentlich viel Spaß am Backen haben. Den Betrieb in seiner Bäckerei in Speyer will er deshalb so organisieren, dass er attraktivere Arbeitszeiten bieten kann.
3. Die Umsetzung
In Däuwels Backstube beginnt die früheste Schicht um 7 Uhr. Dadurch kann er zwar erst deutlich später Backwaren verkaufen, ihm entgeht das Frühstücksgeschäft. Dafür pilgern inzwischen jeden Nachmittag viele Kunden in die Bäckerei. Und die Ausbildungsplätze füllen sich von selbst: Alle Lehrlinge haben sich bislang initiativ beworben. Wegen des guten Brots, das sich herumgesprochen hat. Und wegen der guten Arbeitszeiten.
Alle Artikel rund um Mittelstand und Weltmarktführer finden Sie hier