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StahlindustrieBericht: Thyssenkrupp verhandelt mit Milliardär Kretinsky über Teilverkauf der Stahlsparte

Einem Medienbericht zufolge verhandelt der Industriekonzern Thyssenkrupp intensiv über einen Teilverkauf seiner Stahlsparte an den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky. Das Unternehmen hält sich jedoch bedeckt. 28.09.2023 - 19:55 Uhr

Ein Stahlarbeiter von ThyssenKrupp vor einem Hochofen in einem ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg.

Foto: REUTERS

Vertreter von Thyssenkrupp führten mit dem Milliardär Daniel Kretinsky vertiefte Gespräche über einen Einstieg bei Thyssenkrupp Steel Europe, berichtete das „Handelsblatt“ am Donnerstag vorab unter Berufung auf mehrere mit den Vorgängen vertraute Personen.

Nach derzeitigem Stand solle der Unternehmer einen Anteil von 50 Prozent an der Stahlsparte erhalten. Die Thyssenkrupp AG solle in gleicher Höhe an der Sparte beteiligt bleiben. Thyssenkrupp wollte den Bericht nicht kommentieren. Ein Sprecher Kretinskys in Deutschland lehnte ebenfalls eine Stellungnahme ab.

Kretinsky in Deutschland kein Unbekannter

Von dem Einstieg Kretinskys verspreche sich die Führung von Thyssenkrupp einen Zugang zu günstigem Strom, berichtete die Zeitung. Kretinsky kontrolliert die ostdeutschen Braunkohleverstromer Mibrag und LEAG. Zudem ist er mit seiner Holding EPH an der Metro beteiligt.

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Insidern zufolge ist Kretinsky bereits seit längerer Zeit mit Thyssenkrupp über einen Einstieg bei der Stahltochter im Gespräch. Der neue Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopez treibe die Verhandlungen voran, hieß es. Schon dessen Vorgängerin Martina Merz hatte die Stahlsparte mit rund 27.000 Beschäftigten zur Disposition gestellt.

Auch die Arbeitnehmervertreter hatten sich offen für Gespräche mit Kretinsky und seine Holding EPH gezeigt. „Gegen Milliardäre haben wir nichts. Wenn sie das Geld in Stahl investieren, freuen wir uns“, hatte Anfang des Monats Konzernbetriebsratschef Tekin Nasikkol gesagt. Bislang habe man von dieser Seite aber nichts gehört. Grundsätzlich sei man offen für Gespräche. „Wir können uns auch durchaus vorstellen, weiter im Konzern zu bleiben.“

Lesen Sie auch: „Wir haben nichts gegen Milliardäre“

rtr
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