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DigitalwährungBundesbank-Vorstand: Digitaler Euro kein staatlicher Ersatz für Bitcoin

Kryptowährungen seien ein Spekulations- und kein Zahlungsmittel, sagt Burkhard Balz. Mit dem digitalen Euro sieht er Europa gerüstet für die technische Optionen der Zukunft. 19.10.2023 - 08:30 Uhr

Kryptowährungen sind inzwischen etabliert. Eine Währung seien sie aber nicht, so der Bundesbankvorstand.

Foto: IMAGO/Nedrofly Stock

Die Bundesbank sieht im geplanten digitalen Euro kein Gegenstück zum Bitcoin oder anderen Kryptowährungen. „Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt, keine Währung“, sagte Vorstandsmitglied Burkhard Balz der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Für den Massenzahlungsverkehr ist Bitcoin völlig ungeeignet.“ Der digitale Euro sei kein staatlicher Ersatz dafür.

Der digitale Euro solle ausschließlich als Zahlungsmittel genutzt werden. „Allerdings ist der Hinweis auf Bitcoin in einem Punkt richtig: Auch wir wollen die Chancen des technischen Fortschritts im Zahlungsverkehr nutzen und in einer digitalen Zukunftswelt gewappnet sein für technologische Optionen, die wir teilweise heute noch gar nicht kennen“, sagte der Bundesbanker. Wichtigstes Ziel sei es, Lösungen zu finden, die im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger seien.

Die Europäische Zentralbank hatte am Mittwoch grünes Licht für die nächsten Schritte hin zu einem digitalen Euro gegeben. Dabei sollen das Regelwerk fertiggestellt und Anbieter für die Entwicklung von Plattform und Infrastruktur ausgewählt werden.

Balz rechnet nicht mit einer baldigen Einführung des digitalen Euro. „Realistisch ist aus heutiger Sicht, dass es noch ein paar Jahre braucht, bevor wir mit dem digitalen Euro zahlen können“, sagte er.

Ursprünglich war 2026 als Starttermin genannt worden. Nun müssten aber noch das Europäische Parlament und der Europäische Rat über die Einführung befinden. „Zum Teil sind wohl auch Entscheidungen der nationalen Parlamente erforderlich“, sagte Balz.

Sicher sei, dass auch weiter Bargeld angeboten werde. „Ein Beleg dafür ist auch, dass wir gerade mit Bürgerbeteiligung am neuen Design der Euro-Banknoten arbeiten“, sagte Balz. „Das würden wir nicht machen, wenn wir das Bargeld auslaufen lassen wollten.“ Er kenne niemanden im Eurosystem, der darüber nachdenke, Bargeld abzuschaffen.

rtr
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