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FluggesellschaftRyanair im Aufwind – Rekordgewinne erwartet

Die Nachfrage nach Billigflügen ist hoch. Davon profitiert vor allem Ryanair. Dank des knappen Angebots können Tickets teurer verkauft werden. Dieses Jahr wird das Unternehmen einen neuen Rekordgewinn aufstellen. 06.11.2023 - 12:26 Uhr

Nach Passagierzahlen ist Ryanair Europas größte Airline-Gruppe. Allein von April bis September 2023 beförderten sie 105 Millionen Gäste.

Foto: REUTERS

Der Billigflieger Ryanair steuert dank einer hohen Nachfrage und gestiegener Ticketpreise auf einen Rekordgewinn im laufenden Geschäftsjahr zu. Unter dem Strich werde in dem noch bis Ende März laufenden Turnus ein Ergebnis zwischen 1,85 und 2,05 Milliarden Euro erwartet, kündigte die Airline am Montag an. Den bisher höchsten Gewinn erzielten die Iren 2018 mit 1,45 Milliarden Euro, im vergangenen Jahr verpassten sie diese Marke nur knapp.

Europas größte Airline-Gruppe nach Passagierzahlen zählte von April bis September 105 Millionen Gäste, elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In der Sommersaison verkauften Ryanair und die Töchter Buzz, Lauda und Air Malta Tickets zu 58 Euro im Schnitt - 24 Prozent teurer als vor Jahresfrist.

Flüge werden sich auf längere Sicht auch nicht verbilligen. „Wir gehen von einem starken Wachstum im nächsten Jahr aus“, sagte Konzernchef Michael O'Leary. Das gelte sowohl für die Passagierzahlen als auch für die Ticketpreise während der Hochsaison. Im laufenden Quartal seien Tickets rund 15 Prozent teurer als vor Jahresfrist. Die anhaltend hohe Nachfrage trifft auf ein knappes Sitzplatzangebot. Denn der Mangel an neuen Flugzeugen in Europa werde in den nächsten drei, vier Jahren noch nicht behoben sein, erläuterte der Airline-Chef. So befürchtet Ryanair, dass zehn von 57 neuen Boeing-Maschinen des Typs 737 MAX nicht rechtzeitig vor dem Sommer 2024 eingeflottet werden können.

Tipps für eine möglichst günstige Reisebuchung
Wenn Sie günstig buchen wollen, empfiehlt die Verbraucherzentrale, die Preise über einen gewissen Zeitraum im Blick zu behalten. Indem Sie sich mit den durchschnittlichen Kosten einer Sache vertraut machen, können Sie besser einschätzen, was wirklich günstig ist. Dies ermöglicht es Ihnen auch, sich vor unüberlegten Käufen zu schützen, die durch verlockende Werbebanner für – angeblich – außergewöhnliche Sonderangebote beworben werden.
Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass manchmal dieselbe Dienstleistung zur gleichen Zeit zu stark unterschiedlichen Preisen angeboten wird. Während sich bei Vergleichsportal 1 ein beträchtlicher Aufschlag bemerkbar macht, wird das identische Angebot bei Vergleichsportal 2 oder direkt beim Anbieter zu deutlich niedrigeren Kosten angeboten. Es ist ratsam, genauer hinzusehen, da die Unterschiede groß sein können. Außerdem sind nicht alle Vergleichsportale gleich. Während einige von ihnen beträchtliche Provisionen von den Anbietern verlangen, berechnen andere lediglich bescheidene Vermittlungsgebühren. Diese Unterschiede spiegeln sich ebenfalls im Endpreis des Angebots wider.
In der Tourismusbranche sind frühe Buchungen oft preiswerter. Diese Möglichkeit zur Kosteneinsparung können Sie nutzen, indem Sie Ihre Reise rechtzeitig planen. Dadurch können beträchtliche Ersparnisse erzielt werden. Zudem weist die Verbraucherzentrale darauf hin, die Stornierungsbedingungen zu berücksichtigen, da unvorhergesehene Umstände auftreten können.
Besonders am ersten Tag der Sommerferien steigt die Reise-Nachfrage. Aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit der Plätze haben die Anbieter die Möglichkeit, höhere Preise zu verlangen, da es immer Reisende gibt, die diese bezahlen werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Flüge in den Sommerferien ausgebucht sind, ist außerhalb von Pandemiezeiten gering. Wenn Sie kostengünstiger reisen möchten, empfiehlt die Verbraucherzentrale, den Herbst als Reisezeit zu wählen oder einen Flughafen im benachbarten Bundesland zu nutzen, das noch keine Ferien hat.
Viele Unternehmen versenden laut Verbraucherzentrale Gutscheine und Rabattangebote, die erhebliche Kostenvorteile beim Reisen bieten können. Es ist jedoch ratsam, vor der Nutzung diese Angebote sorgfältig zu prüfen. Ein potenzieller Nachteil könnte beispielsweise darin bestehen, dass der Rabatt erst zwölf Monate nach Ihrer Reise gewährt wird. Sofern keine versteckten Bedingungen vorliegen, können Sie die Gutscheine bedenkenlos einlösen und dadurch Geld sparen.
In Deutschland sind personalisierte Preise noch nicht weit verbreitet. Das bedeutet, dass in der Regel alle Käufer zu einem bestimmten Zeitpunkt denselben Preis für ein Produkt oder eine Dienstleistung zahlen. Nur in wenigen Ausnahmefällen wird der Preis auf Grundlage individueller Merkmale individuell durch einen Algorithmus festgelegt. Daher empfiehlt die Verbraucherzentrale, regelmäßig Ihre Cookies zu löschen. Dadurch werden weniger Informationen über Sie gesammelt, was es schwieriger macht, Ihre Kaufbereitschaft einzuschätzen. Letztlich können Sie dadurch sparen.
Zuletzt schlägt die Verbraucherzentrale vor, anonym zu surfen. Ein Beispiel hierfür ist der TOR-Browser, wobei „TOR“ für „The Onion Router“, also „Der Zwiebel-Router“, steht. Dieses Projekt ermöglicht es Nutzern, anonym im Internet zu browsen, indem Anfragen nicht direkt an Server gesendet werden, sondern über mindestens drei Zwischenstationen geleitet werden. Cookies werden nach jeder Sitzung automatisch gelöscht. Um dies zu nutzen, müssen Sie lediglich den Browser installieren. Allerdings sind längere Ladezeiten im TOR-Browser zu erwarten, da die Daten über solch verschlungene Pfade geleitet werden.

Im vergangenen Quartal beförderte Ryanair schon 25 Prozent mehr Kunden als im gleichen Zeitraum 2019, dem Jahr vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Im Schnitt lagen die europäischen Airlines unterdessen noch sieben Prozent unter Vorkrisenniveau. Zu Buche standen nach dem ersten Halbjahr bei einem Umsatzplus von 30 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro bereits 2,18 Milliarden Euro Gewinn, ein Sprung um 59 Prozent.

Erstmals winkt den Aktionären jetzt eine reguläre Dividende von 400 Millionen Euro in Summe. Künftig soll ein Viertel des Gewinns nach Steuern an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Bisher zahlte das Unternehmen hin und wieder eine Sonderdividende.

Ryanair-Aktien stiegen um rund sechs Prozent auf Kurse um 16 Euro. Investoren setzten darauf, dass sie noch stärker vom Wachstum des Billigfliegers profitieren können. Nach Einschätzung von Alex Irving, Analyst von Bernstein Research, schwimmt der Konzern mit jährlich zwei Milliarden Euro mehr liquiden Mitteln im Geld. Sonderdividenden und Aktienrückkäufe werden in Betracht gezogen, wie Ryanair erklärte. O'Leary zufolge wird das Unternehmen Ende 2026 schuldenfrei sein.

Lesen Sie auch: Ende des Flug-Booms? „Die gehobene Mittelklasse spürt finanziellen Stress“

rtr
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