Asien Börsen: Überraschend gute Daten aus China beflügeln Asien-Börsen
Die asiatischen Aktienmärkte tendieren am Montag nach einer positiven Konjunkturüberraschung aus China fester. Die Regierung in Peking meldete für Januar und Februar einen Anstieg der Industrieproduktion um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, während die Einzelhandelsumsätze um 5,5 Prozent zulegten.
Die Industrieproduktion übertraf damit die Erwartungen einer Reuters-Umfrage unter Analysten von 5,0 Prozent, der Einzelhandel lag ebenfalls über der durchschnittlichen Prognose von 5,3 Prozent. Sorgenkind bleibt jedoch der Immobiliensektor, wo die Immobilieninvestitionen im Jahresvergleich um neun Prozent zurückgingen.
Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 2,1 Prozent höher bei 39.521 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 1,6 Prozent und lag bei 2714 Punkten. Uniqlo-Mutter Fast Retailing sprang um 3,91 Prozent nach oben und gab dem Nikkei den größten Auftrieb, gefolgt vom Chiphersteller Tokyo Electron, der um 2,32 Prozent zulegte. Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen gewann 0,5 Prozent.
Die Anleger müssen sich in dieser Woche auf ein wahres Minenfeld von Zentralbanksitzungen einstellen: Die Zentralbanken der USA (Fed), Japans (BoJ), Großbritanniens, der Schweiz, Norwegens, Australiens, Indonesiens, Taiwans, der Türkei, Brasiliens und Mexikos treffen sich diese Woche, und obwohl erwartet wird, dass viele von ihnen ihre Geldpolitik beibehalten werden, gibt es durchaus Raum für Überraschungen.
Es wird erwartet, dass die BoJ nach acht Jahren negativer Zinssätze das Ende der ultralockeren Geldpolitik einläutet und die Fed eine langsamere Zinssenkung in den USA anstrebt. „Für Japan scheint ein moderater und schrittweiser Weg der geldpolitischen Normalisierung angemessen für eine Wirtschaft, die nicht an höhere Zinsen gewöhnt ist, und daher wird die politische Botschaft entscheidend sein“, sagte Carl Ang von MFS Investment Management.
Es gilt als sicher, dass die Fed die Zinsen bei 5,25 bis 5,5 Prozent belassen wird, aber es besteht die Möglichkeit, dass sie angesichts der hartnäckigen Inflation sowohl auf Verbraucher- als auch auf Produzentenebene einen höheren längerfristigen Ausblick für die Politik signalisiert. „Wir rechnen jetzt mit drei Zinssenkungen bis 2024, während wir zuvor vier erwartet hatten, vor allem wegen des etwas höheren Inflationspfads“, sagte Jan Hatzius von Goldman Sachs.