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BerufsunfähigkeitsversicherungDie besten BU-Policen mit Preisstabilität

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schließen Verbraucher oft für viele Jahrzehnte ab. Doch die Beiträge können steigen. Die WirtschaftsWoche kürt die besten Policen mit der höchsten Preisstabilität.Jessica Schwarzer 04.09.2024 - 11:58 Uhr

Kann der Beruf auf Dauer nicht mehr ausgeübt werden, droht oft der finanzielle Ruin. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kann dann einspringen.

Foto: imago images

Ob Krankheit oder Unfall – kann der Beruf auf Dauer nicht mehr ausgeübt werden, droht oft der finanzielle Ruin. Durch eigene Rücklagen kann kaum jemand das wegfallende Erwerbseinkommen ausgleichen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) springt ein. Für Experten zählt sie zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. „Die private Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle Berufstätigen, aber auch für Auszubildende, Studierende und Hausfrauen oder Hausmänner ein Muss“, betonen die Experten der Verbraucherzentrale Hamburg.

Denn die gesetzliche Versicherung zahlt für alle ab 1. Januar 1961 Geborenen lediglich eine Erwerbsminderungsrente – die volle Rente nur, wenn man nicht mehr in der Lage ist, drei Stunden täglich zu arbeiten. Maßstab ist nicht der zuletzt ausgeübte Beruf, sondern jede denkbare Tätigkeit. Auch richtet sich die Rentenhöhe nach den eingezahlten Beträgen und den Versicherungsjahren. „Wer also in jungen Jahren berufsunfähig wird, riskiert ohne private Berufsunfähigkeitsversicherung den sozialen Abstieg“, warnen die Experten. Selbstständige haben in der Regel ohnehin keinen gesetzlichen Versicherungsschutz.

Langfristig stabile Beiträge sind entscheidend

Wer eine BU abschließt, möchte in der Regel den Versicherungsschutz bis zum Renteneintritt erhalten. „Versicherte müssen somit den Beitrag für den Einkommensschutz über Jahrzehnte hinweg in ihren Ausgaben einkalkulieren“, sagt Marco Dehner, Versicherungsexperte bei der Analyseagentur Morgen & Morgen. „Wichtig ist deshalb, dass der Beitrag stabil bleibt und sich nicht bei gleicher Leistung stark erhöht.“

Im Versicherungsschein einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird ein Nettobeitrag sowie ein Bruttobeitrag ausgewiesen. Der Versicherer kalkuliert den Bruttobeitrag so hoch, um das Risiko ausreichend abzusichern. Erwirtschaftete Überschüsse des Versicherers verringern den Bruttobeitrag auf den Nettobeitrag. „Letztlich ist dies die Prämie, die der Versicherte bezahlt“, erklärt der Experte. „Falls der Versicherer allerdings zu vorsichtig kalkuliert hat und Überschüsse geringer ausfallen oder wegfallen, kann der Versicherer auch die Bruttoprämie vom Versicherten verlangen.“

Wenn die Spreizung, also die Differenz zwischen Netto- und Bruttobetrag weit auseinander liegt, gefährdet dies im schlimmsten Fall die Finanzierbarkeit der Versicherung, wenn der Versicherte die höheren Beiträge nicht bezahlen kann. Daher sollte bei Abschluss der Versicherung immer auch auf die Brutto-Netto-Spreizung geachtet werden. Die Stabilität der Beiträge sollte eine entscheidende Rolle bei der Wahl des BU-Versicherers spielen.

Exklusiv für die WirtschaftWoche hat das Analysehaus Morgen & Morgen die besten Berufsunfähigkeitsversicherungen mit hoher Preisstabilität für zwei Musterfälle ausgezeichnet.

Foto: WirtschaftsWoche

Ausgezeichnete Tarife für zwei Musterfälle

Morgen & Morgen (M&M) bewertet anhand von mehreren Komponenten die Beitragsstabilität von BU-Versicherern in einem Rating.

Exklusiv für die WirtschaftsWoche hat das Analysehaus die besten Berufsunfähigkeitsversicherungen mit hoher Preisstabilität für zwei Musterfälle ausgezeichnet: einen 25-jährigen Assistenzarzt und einen 20-jährigen KfZ-Mechatroniker (siehe Tabellen unten). Beide wählen eine Rente von 1000 Euro. Ausgezeichnet wurden unter anderem Tarife von Baloise, InterRisk, Canada Life, Axa, DBV, Allainz, Condor, Zurich Deutscher Herold und LV 1871. „Die Tarife unterscheiden sich nach Leistung und gewählten Bausteinen, je nach Bedarf des Kunden“, erklärt Dehner. „Gewählte Bausteine wie eine Arbeitsunfähigkeitsklausel oder eine Pflegeabsicherung wirken sich auf den Beitrag aus.“ Wählt ein Versicherter eine Arbeitsunfähigkeitsklausel, zahlt der Versicherer dann auch schon bei längerer Krankschreibung eine monatliche Summe in Höhe der BU-Rente.

Berufsunfähig im Sinne des Gesetzes sind Versicherte aber erst, wenn sie unter einer langfristigen Krankheit, einer Körperverletzung oder einem Kräfteverfall leidet, der über das dem Alter entsprechende Maß hinausgeht. Vor allem aber muss diese Situation dazu führen, dass sie deshalb ihren zuletzt in gesunden Tagen ausgeübten Beruf voraussichtlich auf Dauer ganz oder teilweise so nicht mehr ausüben können. „Werden Sie als Versicherter also nach Beginn der Versicherung berufsunfähig, muss der Versicherer die vereinbarten Leistungen erbringen“, erklärt die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (Bafin). „Das bedeutet in der Regel, dass er Ihnen eine Berufsunfähigkeitsrente zahlt und Sie von der Beitragspflicht befreit.“ Der Grad, der bei teilweiser Berufsunfähigkeit ausreicht, damit der Versicherer leisten muss, liegt üblicherweise bei 50 Prozent. Und er muss auch dann zahlen, wenn die Berufsunfähigkeit nicht zu einer Einkommenseinbuße führt.

Jeder Vierte wird berufsunfähig

Die Wahrscheinlichkeit, berufsunfähig zu werden, ist sehr hoch. Für privat abgesicherte Personen liegt sie im Schnitt bei 25 Prozent. Statistisch gesehen wird damit jeder Vierte im Laufe des Arbeitslebens mindestens einmal berufsunfähig. Das ergab eine Analyse von Daten zur Berufsunfähigkeitsversicherung der Deutschen Aktuarvereinigung aus dem Jahr 2018. „Das BU-Risiko ist unabhängig vom ausgeübten Beruf“, warnt auch der Gesamtverband der Versicherer (GDV). „Ein vermeintlich gefahrloser Bürojob schützt nicht vor Berufsunfähigkeit.“

Knapp 30 Prozent aller Fälle waren im Jahr 2021 auf psychische Leiden zurückzuführen. Hierzu zählen Burn-out oder Depressionen. Diese Leiden nehmen unter den Ursachen, die zu einer Berufsunfähigkeit führen, seit Jahren zu. Schwere Unfälle waren in acht Prozent der Fälle für eine Berufsunfähigkeit verantwortlich. Erkrankungen am Bewegungsapparat, wie Rückenleiden, Arthrose oder auch Gelenkprobleme, machen 19 Prozent aller Fälle aus. Krebs war ebenfalls mit 19 Prozent Anlass für eine BU-Rente.

Lesen Sie auch: Der beste Schutz bei Berufsunfähigkeit

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