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GeldanlageDie besten Broker für ETF-Anleger

Günstige Ordergebühren, kostenlose Sparpläne – für die langfristige Geldanlage ist das ein Renditebooster. Die WiWo kürt gemeinsam mit der FMH-Finanzberatung die besten Broker für ETF-Anleger und Sparplan-Fans.Jessica Schwarzer 10.07.2024 - 15:00 Uhr

Es macht viel Sinn, die Konditionen von Online- beziehungsweise Neo-Brokern und Banken zu vergleichen.

Foto: imago images

Wer will schon mehr bezahlen als unbedingt notwendig? Lieber ergattern wir ein Sonderangebot. Das gilt im Supermarkt oder Dienstleistungen, aber auch für unsere Investitionen. Denn die Kosten sind ein wichtiger Faktor bei der Geldanlage. Jeder Euro, der dabei gespart werden kann, wird schließlich investiert. Langfristig ist das ein echter Renditebooster – das gilt für die Produkte, aber auch für die Gebühren. „Bei jeder Geldanlage ist es immer wichtig, auch auf die Kosten zu achten“, sagt Ralf Scherfling, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Gruppe Finanzen und Versicherungen der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Es macht deshalb viel Sinn, die Konditionen von Online- beziehungsweise Neo-Brokern und Banken zu vergleichen. Wie teuer ist die Einmalanlage, wie viel wird für den Sparplan berechnet? Wer sein Geld in börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETS) anlegt, wählt ein vergleichsweise günstiges Produkt. Aber wie viel berechnet die Depotbank bei der Order? Die Unterschiede können gravierend sein und lasten auf der Rendite.

Auch Carlos Lopes da Costavon der FMH-Finanzberatung ist überzeugt: „Es lohnt, sich verschiedene Broker und Anbieter näher anzusehen und auch die eine oder andere Aktion mitzunehmen“. Exklusiv für die WirtschaftsWoche hat er die Konditionen der Broker und Banken analysiert und die Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis bei geringen und bei hohen Transaktionsvolumen gekürt. Ein wichtiges Kriterium dabei waren die immer beliebter werdenden ETF-Sparpläne.

Foto: WirtschaftsWoche

Die besten Anbieter für hohe und geringe Ordervolumen

Bei einem geringen Transaktionsvolumen in Höhe von 500 Euro pro Trade (siehe Tabelle unter diesem Absatz) bekommen sechs Online- und Neobroker sowie zwei Banken ein „sehr gut“. Ausgezeichnet werden Traders Place, Finanzen.net.zero, Scalable Capital, Trade Republic, Smartbroker+ und XTB sowie ING und Santander bei den Banken. Alle ausgezeichneten Broker verzichten auf die Depotgebühr. Die Transaktionskosten null bis einem Euro bei den Brokern. ING berechnet 4,90 Euro plus 0,25 Prozent vom Ordervolumen, bei Santander sin des 0,2 Prozent, mindestens aber 7,90 Euro. Bei einem hohen Transaktionsvolumen von 10.000 Euro pro Order (siehe Tabelle unter dem letzten Absatz dieses Textes) werden Scalable Capital, Trade Republic, Traders Place, Finanzen.net.zeor, Smartbroker+, Flatex und XTB mit einem „sehr gut“ ausgezeichnet. Bei den Banken sind es DKB Bank und Santander. Traders Place nimmt pro Ausführung des Sparplans 0,50 Euro. Bei Smartbroker+ sind es 0,2 Prozent vom Ordervolumen, mindestens aber ein Euro. Bei den anderen Brokern ist der Sparplan kostenlos, ebenso bei ING. Santander nimmt 0,85 Euro pro Ausführung und die DKB 1,50 Euro.

Vorsicht bei den Gebühren für Sparpläne

Ein Sparplan läuft oft über viele Jahre, wird monatlich, manchmal sogar öfter ausgeführt. „Gerade bei langfristigen Sparverträgen macht es einen Unterschied für das Ergebnis, ob der Sparplan kostenlos ist oder beispielsweise 1,5 Prozent kostet“, sagt Verbraucherschützer Scherfling. „Hier lohnt es sich zu vergleichen, bevor man abschließt.“ Das gilt sowohl für die Angebote verschiedener Broker oder Banken, aber auch für die Frage, auf welchen konkreten ETF man den Sparplan einrichten will. „Bei Sparplan-Gebühren ist es wichtig zu schauen, ob diese prozentual oder absolut berechnet werden“, sagt auch Claudia Müller, Finanzexpertin und Gründerin des Female Finance Forum. Bei niedrigeren Sparplan-Höhen sollten die Gebühren prozentual berechnet werden, bei höheren Beträgen ist der Fixpreis häufig günstiger. „Die gute Nachricht: Viele Sparpläne gibt es mittlerweile kostenlos, gerade bei Online-Brokern.“ Das zeigt auch das Ranking der FMH-Finanzberatung.

Immer wieder gibt es auch Aktionen, die Anleger nutzen können. Bei Traders Place beispielsweise sind Sparpläne von Premiumpartnern kostenfrei. Bei Scalable sind „Prime-ETFs“ ab 250 Euro Anlagesumme kostenfrei handelbar. Und bei Smartbroker+ gibt es ausgewählte ETFs von Amundi, Xtrackers und SPDR im Sparplan kostenfrei. Aktionspreise gelten häufig nur für eine begrenzte Zeit, beispielsweise sechs Monate, gibt Börsenexpertin Müller zu bedenken. „Diese kurze Zeit fällt kaum ins Gewicht im Vergleich zu den Jahren oder Jahrzehnten, die der Sparplan idealerweise laufen soll“, ergänzt sie. „Wenn der gewählte ETF beim Broker des Vertrauens dann auch noch als Aktions-Sparplan vergünstigt ist, wunderbar!“ Wenn nicht, dann Anlegerinnen und Anleger die Aktionsangebote ignorieren und bei ihrem Wunsch-ETF bleiben.

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