Nikkei, Topix, CSI-300: Chinesische Börsen brechen ein – Konjunkturhilfen enttäuschen
Das Konjunktur-Rettungspaket der chinesischen Regierung sorgt weltweit für Bewegung an den Börsen.
Foto: dpaNach dem Höhenflug vom Vortag geraten die chinesischen Märkte am Mittwoch unter Druck. Anleger zeigten sich enttäuscht über fehlende Details zu den Konjunkturmaßnahmen in China und dämpften ihre Erwartungen an eine rasche wirtschaftliche Erholung des Landes.
Shanghai verlor 4,6 Prozent auf 3328,41 Punkte. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 4,9 Prozent auf 4047,08 Punkte. Eine Pressekonferenz der chinesischen Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) brachte entgegen den Erwartungen keine nennenswerten neuen Impulse für die Konjunktur.
„Die Enttäuschung ist zwar verständlich, erscheint aber verfrüht und fehlgeleitet“, sagte Vishnu Varathan vom Finanzdienstleister Mizuho. Es sei nicht Aufgabe der NDRC, Details zu fiskalischen Anreizen oder geldpolitischen Maßnahmen zu liefern.
Trotz der Schwäche in China blieben die Märkte in Japan weitgehend stabil, gestützt von der Erwartung, dass die US-Wirtschaft eine Rezession vermeiden und die globale Nachfrage stützen könnte. In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 39.178,70 Punkte, während der breiter gefasste Topix nahezu unverändert bei 2698,93 Punkten notierte.
Im Sog der Wall Street und ihrer US-Pendants legten vor allem Technologiewerte zu: Spitzenreiter war der Nvidia-Zulieferer Advantest mit einem Plus von 3,05 Prozent. Ebenfalls unter den besten fünf waren der Chip-Riese Tokyo Electron, der auf KI fokussierte Start-up-Investor SoftBank Group mit einem Plus von 1,1 Prozent sowie der Personaldienstleister Recruit Holdings mit einem Kursaufschlag von 1,54 Prozent.
In Japan warten die Anleger nun auf die Ergebnisse der Einzelhändler, die in dieser Woche ihre Zahlen vorlegen. Sowohl Seven & I als auch Uniqlo-Eigentümer Fast Retailing werden ihre Ergebnisse am Donnerstag nach Börsenschluss bekannt geben.
Lesen Sie auch: „Deutsche Firmen, die bisher keinen Erfolg in China hatten, werden auch jetzt keinen haben“