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GeldpolitikJapanische Zentralbank erhöht Zinssätze auf höchsten Stand seit 17 Jahren

Die Bank of Japan hat die Zinsen auf den höchsten Stand seit der Finanzkrise 2008 angehoben. Die Details. 24.01.2025 - 09:46 Uhr Quelle: Reuters

Kazuo Ueda, Gouverneur der Bank of Japan, verkündet den Zinsschritt auf einer Pressekonferenz im Hauptsitz der Zentralbank.

Foto: REUTERS

Die Bank of Japan (BOJ) hat am Freitag die Zinsen auf den höchsten Stand seit der globalen Finanzkrise 2008 angehoben. Es ist die erste Zinserhöhung seit Juli vergangenen Jahres. Der kurzfristige Leitzins stieg von 0,25 Prozent auf 0,5 Prozent. Der Schritt unterstreicht die Entschlossenheit der Zentralbank, die Zinssätze kontinuierlich auf etwa ein Prozent zu erhöhen – ein Niveau, das nach Ansicht von Analysten die japanische Wirtschaft weder abkühlt noch überhitzt.

Die Zinserhöhung erfolgt nur wenige Tage nach der Vereidigung des US-Präsidenten Donald Trump. „Die Zinserhöhung war zwar erwartet worden“, so Matt Simpson, leitender Marktanalyst bei City Index. Doch zum ersten Mal seit langer Zeit habe es keine größeren Abwärtsrevisionen der Konjunkturaussichten gegeben. „Damit bleibt die Tür für eine weitere Anhebung um 25 Basispunkte bis zum Jahresende offen, und die Zinssätze werden bei satten 0,75 Prozent liegen.“

Globale Aktien sind am Freitag gestiegen. Grund waren Aussichten auf niedrigere Zinsen in den USA und ein Handelsabkommen zwischen den USA und China nach Äußerungen von Präsident Donald Trump. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 40.119,90 Punkte zu, und der breiter gefasste Topix notierte 0,4 Prozent höher bei 2.761,78 Zählern. Die Börse Shanghai gewann 0,7 Prozent auf 3.253,79 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 1,0 Prozent auf 3.840,24 Punkte.

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Der Yen zeigte sich volatil, nachdem die Bank of Japan wie erwartet die Zinsen angehoben hatte. Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,3 Prozent auf 155,55 Yen und gab 0,4 Prozent auf 7,2571 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,2 Prozent niedriger bei 0,9054 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,3 Prozent auf 1,0443 Dollar und zog leicht auf 0,9455 Franken an.

Die Ölpreise blieben deutlich unter 80 Dollar pro Barrel. Sie standen unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, er werde Saudi-Arabien und die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) auffordern, die Ölpreise zu senken. Am Rohstoffmarkt verbilligte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,2 Prozent auf 78,12 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 74,44 Dollar.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte sich am Donnerstag mit einem Plus von 0,9 Prozent bei 44.565,07 Punkten aus dem Handel verabschiedet. Der breit gefasste S&P 500 gewann 0,5 Prozent auf 6.118,71 Zähler, und der technologielastige Nasdaq zog um 0,2 Prozent auf 20.053,68 Stellen an.

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rtr
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