Nach der Landtagswahl: Ilse Aigner wird stellvertretende Ministerpräsidentin
Jubel auch bei den CSU-Anhängerinnen im Dirndl. Die Partei gewann mit - nach ersten Hochrechnungen - 49 Prozent ihre absolute Mehrheit zurück.
Foto: dpaJubel bei der SPD in München: Die größte Oppositionspartei in Bayern erreichte 20,5 Prozent und legte damit leicht zu.
Foto: REUTERSErnüchterung hingegen bei der FDP: Sie flog mit nur drei Prozent aus dem Landtag.
Foto: dpaErnüchterung auch bei den Freien Wählern: Die Partei hat leicht verloren und liegen momentan gleichauf mit den Grünen. Im Landtag waren sie bislang die drittstärkste Kraft.
Foto: dpa„Schwarz-Gelb hat heute die Wahl nicht gewonnen und das wollen wir am nächsten Sonntag auch erreichen," sagte Grünen-Vorsitzende Claudia Roth zum Wahlergebnis in Bayern.
Foto: dpaIn einer Messehalle werden die Briefwahlstimmen zur Landtagswahl sortiert und ausgezählt: Dort war in den vergangenen Wochen ein Ansturm zu verzeichnen, der insbesondere in München zu einer vergleichsweise hohen Wahlbeteiligung führte.
Foto: dpaMit dem Fahrrad kam dieser Mann zu seinem Wahllokal in Oberammergau: Die Wahlbenachrichtigung in der Hand hielt sich dieser Mann an die typisch-traditionelle Trachtenkleidung.
Foto: dpaDas Trachtenheim in Osterwarngau war am Sonntag auch Wahllokal: Die Frau und der Mann hielten es traditionell und kamen in ihren Trachten zur Stimmabgabe.
Foto: dpaReges Medieninteresse herrschte als Christian Ude am Vormittag seine Stimme in München abgab.
Foto: dpaDer bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer bekommt in Ingolstadt im Wahllokal vom örtlichen Wahlvorstand seine Stimmzettel.
Foto: dpaBayerns Ministerpräsident Horst Seehofer räumt gleich drei Ministern in seiner neuen Regierung eine herausgehobene Stellung ein: Die oberbayerische CSU-Bezirksvorsitzende Ilse Aigner wird Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin. Markus Söder - ein Hauptkonkurrent von Aigner im Rennen um Seehofers Nachfolger - wird Finanz- und Heimatminister mit Außenstelle in Nürnberg, wie die Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch aus CSU-Kreisen erfuhr.
Die Entscheidungen sollten am Nachmittag bei einer Sitzung der CSU-Landtagsfraktion in München bekanntgegeben werden. Der bisherige Kultusminister Ludwig Spaenle ist künftig auch für die Wissenschaft zuständig. Damit wird Spaenle allein künftig gut 17 Milliarden Euro verwalten. Das ist mehr als ein Drittel der bayerischen Staatsausgaben und stellt den Etat jedes anderen Ministeriums in den Schatten. Das neue Großressort erhält zudem zwei Staatssekretäre. Ein eigenes Wissenschaftsministerium gibt es somit in Bayern nicht mehr.
Die bisherige Sozialministerin Christine Haderthauer wird neue Chefin der Staatskanzlei. Die bisherige Justizministerin Beate Merk dagegen verliert an Einfluss - sie hatte im Fall Gustl Mollath lange eine unglückliche Figur gemacht. Nun wird Merk Europaministerin, seit jeher der am wenigsten bedeutende Ministerposten in der Staatsregierung. Über diese Positionen berichtete auch die „Bild“-Zeitung.
Aufsteiger des Tages ist ein Unterfranke: Der neue Justizminister Winfried Bausback übernimmt eines der klassischen Ressorts. Das Sozialministerium wird künftig von der bisherigen Europaministerin Emilia Müller geleitet. Der Bereich Gesundheit wird aus dem Umweltministerium ausgegliedert und von Melanie Huml übernommen, die von der Staatssekretärin zur Ministerin befördert wird.
Marcel Huber bleibt Umweltminister, Helmut Brunner Agrarminister und Joachim Herrmann Innenminister. Herrmann war als potenzieller Vize-Ministerpräsident gehandelt worden, zog jedoch den Kürzeren gegen Aigner. Das neue Kabinett wird an diesem Donnerstag im Landtag vereidigt.