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Heimarbeit & Co. "Auch in Zukunft gibt es kein Home-Office für alle"

Immer mehr Betriebe versuchen es mit flexiblem Arbeiten, trotzdem herrscht oft Anwesenheitspflicht. Gerade in der Produktion gibt es nur zögerliche Versuche. Dabei verlangt keiner, dass der Mechaniker zuhause schraubt.

Homeoffice: Warum gibt es so wenig flexible Arbeitszeit? Quelle: Getty Images

Im vergangenen Jahr haben der Betriebsrat des Daimler-Konzerns und dessen Personalchef Wilfried Porth die Mitarbeiter gefragt: Wie wollt ihr in Zukunft arbeiten? 33.000 haben geantwortet: Acht von zehn Angestellten, die nicht in der Produktion arbeiten, wollen laut Betriebsratschef Michael Brecht flexibel arbeiten können. Und ihr Wunsch trifft auf offene Ohren: „Warum soll man die acht Arbeitsstunden über den Tag nicht besser verteilen?“, fragt er.

Steht also das Ende der starren Arbeitszeiten und Modelle bevor? Wird ja auch Zeit, könnte man meinen. Bosch rühmt sich, mehr als 100 verschiedene Arbeitszeitmodelle zu haben und auch Microsoft, Lufthansa und verschiedene Automobilkonzerne haben von Flexibilisierung offenbar schon mal etwas gehört.

Homeoffice & Arbeitszeit: So arbeitet es sich bei den Dax-Konzernen

Der Trend zu neuen Arbeitsformen hat die Wirtschaft voll erfasst. Deutschland hinkt im internationalen Vergleich aber noch ziemlich hinterher, was einzelne Flexibilisierungsmaßnahmen angeht. Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass in Deutschland nur zwölf Prozent aller abhängig Beschäftigten gelegentlich oder überwiegend im Home-Office arbeiten. Dabei wäre das bei 40 Prozent der Jobs problemlos möglich.


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Damit liegt Deutschland unter dem EU-Durchschnitt und bleibt deutlich hinter Frankreich, Großbritannien oder den skandinavischen Ländern zurück.

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