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EntscheidungsMacher Warum Rewe-Chef Souque den Erfolg im Convenience-Geschäft sucht

Lionel Souque Quelle: dpa

Rewe übernimmt den Großhändler Lekkerland – für Lionel Souque der erste große Deal als Chef des Handelskonzerns.

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Mit der Initiative „Management der Zukunft“ zeichnen die WirtschaftsWoche und KPMG jährlich CEOs aus, die mit ihren Entscheidungen für Mut und Führungsstärke stehen. Warum Rewe-Chef Lionel Souque zu den Nominierten für den Titel EntscheidungsMacher 2020 zählt, erfahren Sie in diesem Text.

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Der Fußballfan Lionel Souque muss derzeit viele Niederlagen einstecken. Sein Verein, der 1. FC Köln, über dessen Geschicke er als Aufsichtsratsvorsitzender wacht, muss um den Verbleib in der Ersten Liga bangen.

Für den Rewe-Chef Souque läuft es dagegen deutlich erfolgreicher. Bei der Vorstellung der Bilanz der Kölner Handelsgruppe, zu der neben den Rewe-Supermärkten auch der Discounter Penny und der Reiseveranstalter DER Touristik gehören, verkündete Souque im April neue Rekordzahlen und parlierte mit leicht französischem Akzent über milliardenschwere Investitionen und den „gesunden Wachstumskurs“ des Konzerns. 

Gelernt hat der Franzose die Sprache während eines zweijährigen Studienaufenthaltes in Reutlingen. Nach Abschluss seines Wirtschaftsstudiums führte der Weg des gebürtigen Parisers dann schnurstracks nach Köln, wo er im Juli 2017 Alain Caparros auf dem Chefposten folgte. 

Jetzt, gut zwei Jahre später, hat er seinen ersten großen Deal abgeschlossen: Die Kölner Handelsgruppe übernimmt den Großhändler Lekkerland – gewinnt damit auf einen Schlag mehr als drei Milliarden Euro Umsatz allein in Deutschland hinzu. Damit rückt Rewe wieder näher an den Marktführer Edeka heran. Souque setzt mit dem Deal auf das sogenannte Convenience-Geschäft: Viele Menschen, so ist er überzeugt, würden künftig öfter unterwegs essen und sich bei Bäckern und Kiosken versorgen, das gehöre "zu den stärksten Trends unserer Branche". Mit der Übernahme soll Rewe davon profitieren. Denn Lekkerland erwirtschaftet den größten Teil des Umsatzes mit Tankstellen, beliefert aber auch Schnellrestaurantketten und kleinere Kunden wie Kioskbetreiber mit Tabakwaren und Snacks.

Interessant ist für Rewe dabei die kleinteilige Logistik, auf die Lekkerland spezialisiert ist. Welche Vorteile die birgt, weiß Souque spätestens, seit er seine To-Go-Shops in die Aral-Tankstellen gebracht hat. Der Außer-Haus-Markt gilt als schnell wachsendes, aber auch schwieriges Geschäft, das mit Souques Lekkerland-Deal nun deutlich mehr Fahrt aufnehmen soll. 

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