Master of Business Administration So findet man das passende MBA-Programm

Harvard oder Hamburg? Vollzeit, Teilzeit oder doch lieber Online? So finden Sie den richtigen Master of Business Administration (MBA) für Ihre Zwecke.

Die beliebtesten Business-Schools
The Archbishop of Cantebury Rowan Williams (R) and atheist scholar Richard Dawkins pose for a photograph outside Clarendon House at Oxford University Quelle: REUTERS
Screenshot SDA Bocconi Quelle: Screenshot
Screenshot Rotterdam School of Management Quelle: Screenshot
Screenshot HEC Quelle: Screenshot
PR-Bild vom Campus des IMD Schweiz Quelle: Pressebild
Screenshot Quelle: Screenshot
Foto vom Campus des Iese Quelle: Pressebild

Er gilt als Eintrittskarte in die Welt der Wirtschaftsgrößen, ist Visitenkarte für die Topmanager: ein Master of Business Administration, kurz MBA. Auch für Sundar Pichai war der Abschluss wichtiger Bausteine seiner Karriere. Nach seinem Studium an zwei Eliteuniversitäten, dem Indian Institute of Technology und der Stanford-Universität, legte er noch einen MBA an der Wharton School of Business obendrauf. Seit 2004 arbeitet er für Google, vor wenigen Wochen machte Firmengründer Larry Page den 43-Jährigen zum neuen Chef.

Microsofts CEO Satya Nadella trägt den Titel ebenso wie JP Morgan-Chef James Dimon oder General-Motors-Chefin Mary Barra. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Topmanager mit MBA-Abschluss. Prominente Beispiele sind SAP-Boss Bill McDermott; Margret Suckale, früher Personalvorstand bei der Deutschen Bahn und heute Vorstandsmitglied bei BASF; oder Barbara Kux, ehemalige Siemens-Vorständin und heute Henkel-Aufsichtsrätin.

So viel kosten MBA-Programme an den Top-Business Schools

Doch nicht nur junge Berufseinsteiger streben eine Karriere à la Pichai oder McDermott an, sondern auch Menschen mit langjähriger Berufserfahrung. Ihr Ziel: Sie wollen höhere Positionen im Unternehmen besetzen oder gar ein eigenes Unternehmen gründen.

In seinem MBA- und Master-Guide 2015 geht Berater Detlev Kran von mehr als 6000 Studienplätzen aus, die in Deutschland angeboten werden. Er schätzt, dass in den vergangenen 25 Jahren weltweit über 50.000 Deutsche einen MBA-Abschluss erhalten haben. Darunter waren vor allem Nichtwirtschaftswissenschaftler, die eine Managementposition anstreben. Zugegeben, mit Blick auf die fast 45.000 Management- und BWL-Absolventen, die die Hochschulen jedes Jahr verlassen, ist das immer noch ein kleiner, überschaubarer Kreis. Das liegt nicht zuletzt an den hohen Kosten für die Weiterbildung zum Chef: Das Programm der Wharton School kostet pro Jahr etwa 100.000 Euro, die Insead in Fontainebleau, an der Barbara Kux studierte, rund 65.800 Euro.

Mit diesen Studienfächern verdienen Sie am meisten
Platz 10: InformatikWie hoch sind die durchschnittlichen Löhne von Uniabsolventen der verschiedenen Fachrichtungen? Antwort gibt die Studie "Uni, Fachhochschule oder Ausbildung – welche Fächer bringen die höchsten Löhne?" von Daniela Glocker und Johanna Storck, die 69 Studiengänge analysiert haben. Sie griffen dabei auf Daten des Mikrozensus zwischen 2005 und 2008 zurück und errechneten das Nettoeinkommen von mehr als 200.000 Menschen mit Abitur im Alter von 21 bis 65 Jahren. Die Daten sind um Alterseffekte und regionale Unterschiede bereinigt. Männer, die an einer Fachhochschule Informatik studiert haben, haben einen durchschnittlichen Nettostundenlohn von 12,81 Euro. Studieren sie dagegen an einer Universität, bekommen sie pro Stunde schon 14,06 Euro. Informatikerinnen verdienen dagegen nur 9,32 Euro (Uni) beziehungsweise 9,29 Euro (Fachhochschule). Quelle: dpa
Platz 9: MaschinenbauEin ähnlich starkes Gehaltsgefälle gibt es zwischen männlichen und weiblichen Maschinenbauern: Männer, die an an einer FH studiert haben, bekommen 13,28 Euro netto pro Stunde. Wer an einer Uni studiert hat, verdient 13,81 Euro. Bei den Frauen sind es 7,78 Euro (FH) und 9,22 Euro (Uni). Quelle: dpa
Platz 8: VerwaltungswissenschaftenMänner, die an einer FH Verwaltungswissenschaften studieren, verdienen netto 13,36 Euro die Stunde. Bei den Frauen sind es 10,80 Euro. Im Jahr verdient sie also 22.457,86 Euro, er 27.787,16 Euro. Quelle: Blumenbüro Holland/dpa/gms
Platz 7: MathematikMännliche Mathematiker bekommen pro Stunde im Durchschnitt 13,71 Euro - wenn sie an einer Universität studiert haben. Für FH-Studenten liegt das spätere Gehalt bei durchschnittlich 12,02 Euro. Frauen verdienen dagegen durchschnittlich 9,81 Euro, wenn sie an einer Uni studiert haben und 7,72 Euro. Quelle: dpa
Platz 6: Betriebswirtschaftslehre Männer, die an einer FH Betriebswirtschaftslehre studieren, verdienen während ihres Arbeitslebens im Schnitt 14,14 Euro pro Stunde. Wer an einer Uni BWL belegt hat, bekommt später im Schnitt 16,58 Euro. Bei Frauen sind es 9,43 Euro (FH) und 10,00 Euro (Uni). Quelle: Fotolia
Platz 5: VolkswirtschaftslehreDie Ökonomen verdienen vom Ende ihres Unistudiums bis zum Renteneintritt im Durchschnitt 14,57 Euro netto pro Stunde. Bei den weiblichen Volkswirten sind es 9,41 Euro. Der durchschnittliche Netto-Jahreslohn eines studierten Volkswirts liegt bei 30.297,97 Euro beziehungsweise 19.571,74 Euro. Quelle: dpa
Platz 4: WirtschaftsingenieurwesenDie männlichen Wirtschaftsingenieure bekommen ihr Unistudium mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 15,00 Euro vergütet. Im Schnitt kommen sie auf einen Netto-Jahreslohn von 31.208,20 Euro. Während des gesamten Arbeitslebens verdienen sie durchschnittlich 1,34 Millionen Euro. Quelle: Fotolia

Doch der MBA lohnt sich. Nach einer Statistik der Vergütungsplattform Emolument.com holen zum Beispiel die Absolventen der Harvard Business School die Gebühren nach vier Jahren durch höhere Gehälter wieder rein.

Auch im deutschen Sprachraum ist das Angebot der MBA-Programme in den vergangenen Jahren stark gewachsen: Vor 25 Jahren gab es in der Schweiz, Deutschland und Österreich nur rund fünf bis zehn Programme, heute sind es über 450. Alleine in Deutschland gibt es mittlerweile rund 285 Programme, sagt Kran.

Wer da allzu planlos nach einem passenden MBA sucht, der wird vermutlich schnell verwirrt aufgeben. Zu dicht ist der Dschungel aus Programmen, denn es gibt die Weiterbildung in unterschiedlichen Varianten: als Vollzeit- und Teilzeitstudium oder als reines Online-Studium. Bevor Sie also das richtige Programm suchen, sollten Sie sich erst einmal klarmachen, welche Option am besten zu Ihnen passt.

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