Master of Business Administration: So findet man das passende MBA-Programm
Die Mehrheit der beliebtesten europäischen Eliteschulen ist in Großbritannien (hier zu sehen die Oxford University). In den Top 50 des Rankings der Financial Times sind acht britische Managerschulen gelistet. Zwei davon fallen in die Kategorie Aufsteiger. So arbeitete sich beispielsweise die University of Oxford von Platz 27 im Jahr 2011 auf den 20. Platz der Beliebtheitsskala hoch. Auch die Warwick Business School hat sich gemacht: Von Rang 58 im Vorjahr ging es hoch auf Platz 27.
Foto: REUTERSAuch ein italienisches Institut schaffte es unter die Top 50: Die SDA Bocconi ist allerdings von Platz 28 auf Rang 42 abgestürzt.
Foto: ScreenshotBei der niederländischen Rotterdam School of Management der Erasmus University ging es dafür bergauf: Von Platz 36 auf 30.
Foto: ScreenshotEbenso vertreten ist eine französische Manager-Schmiede. Das HEC Paris belegt jetzt seit zwei Jahren den 18. Platz im Ranking der beliebtesten Business-Schools weltweit.
Foto: ScreenshotEinen Platz hochgerutscht ist das Schweizer Institut IMD. Von Platz 14 ging es auf die 13. Und damit kommt die Elite sehr nah an die Top Ten des Financial-Times-Rankings...
Foto: PressebildPlatz 10:
Den 10. Platz belegt die Hong Kong UST Business School in China. Im Vorjahr hatte das Institut noch den sechsten Rang inne.
Foto: ScreenshotPlatz 9:
Die Iese Business School in Spanien belegt zum zweiten Mal in Folge den neunten Platz der 100 beliebtesten Eliteschulen der Welt und...
Foto: PressebildPlatz 8:
...auch der achte Platz geht an eine spanische Universität. Die IE Business School verteidigte ebenfalls ihren Rang: Sowohl 2011 als auch 2012 galt sie als sehr beliebte Schule.
Foto: PressebildPlatz 7:
Erst auf dem siebten Rang taucht wieder eine amerikanische Uni auf. Das renommierte MIT hat sich von Platz neun auf Platz sieben gesteigert.
Foto: ScreenshotPlatz 6:
Für das Institut Insead mit Standorten in Frankreich und Singapur ging es in diesem Jahr zwei Plätze nach unten. Von Rang vier auf Rang sechs.
Foto: ScreenshotPlatz 5:
Die Columbia Business School aus den USA konnte sich dagegen um zwei Plätze verbessern.
Foto: ScreenshotPlatz 4:
Ganz knapp vor dem Treppchen steht die London Business School: Für sie ging es vom ersten Platz im letzten Jahr auf Rang vier.
Foto: Screenshot
Platz 3:
Die Bronzemedaille geht in die USA. Konkret an die Business School Wharton der University of Pennsylvania
Foto: APPlatz 2:
Silber gibt es für die amerikanische Harvard Business School. Für sie ging es einen Platz nach oben.
Foto: ReutersPlatz 1:
Den Platz mit der London Business School getauscht hat die Stanford Graduate School of Business aus den USA. Für die amerikanische Universität ging es von Platz vier direkt auf Platz eins.
Foto: dapdEr gilt als Eintrittskarte in die Welt der Wirtschaftsgrößen, ist Visitenkarte für die Topmanager: ein Master of Business Administration, kurz MBA. Auch für Sundar Pichai war der Abschluss wichtiger Bausteine seiner Karriere. Nach seinem Studium an zwei Eliteuniversitäten, dem Indian Institute of Technology und der Stanford-Universität, legte er noch einen MBA an der Wharton School of Business obendrauf. Seit 2004 arbeitet er für Google, vor wenigen Wochen machte Firmengründer Larry Page den 43-Jährigen zum neuen Chef.
Microsofts CEO Satya Nadella trägt den Titel ebenso wie JP Morgan-Chef James Dimon oder General-Motors-Chefin Mary Barra. Auch in Deutschland gibt es zahlreiche Topmanager mit MBA-Abschluss. Prominente Beispiele sind SAP-Boss Bill McDermott; Margret Suckale, früher Personalvorstand bei der Deutschen Bahn und heute Vorstandsmitglied bei BASF; oder Barbara Kux, ehemalige Siemens-Vorständin und heute Henkel-Aufsichtsrätin.
Doch nicht nur junge Berufseinsteiger streben eine Karriere à la Pichai oder McDermott an, sondern auch Menschen mit langjähriger Berufserfahrung. Ihr Ziel: Sie wollen höhere Positionen im Unternehmen besetzen oder gar ein eigenes Unternehmen gründen.
In seinem MBA- und Master-Guide 2015 geht Berater Detlev Kran von mehr als 6000 Studienplätzen aus, die in Deutschland angeboten werden. Er schätzt, dass in den vergangenen 25 Jahren weltweit über 50.000 Deutsche einen MBA-Abschluss erhalten haben. Darunter waren vor allem Nichtwirtschaftswissenschaftler, die eine Managementposition anstreben. Zugegeben, mit Blick auf die fast 45.000 Management- und BWL-Absolventen, die die Hochschulen jedes Jahr verlassen, ist das immer noch ein kleiner, überschaubarer Kreis. Das liegt nicht zuletzt an den hohen Kosten für die Weiterbildung zum Chef: Das Programm der Wharton School kostet pro Jahr etwa 100.000 Euro, die Insead in Fontainebleau, an der Barbara Kux studierte, rund 65.800 Euro.
Platz 10: Informatik
Wie hoch sind die durchschnittlichen Löhne von Uniabsolventen der verschiedenen Fachrichtungen? Antwort gibt die Studie "Uni, Fachhochschule oder Ausbildung – welche Fächer bringen die höchsten Löhne?" von Daniela Glocker und Johanna Storck, die 69 Studiengänge analysiert haben. Sie griffen dabei auf Daten des Mikrozensus zwischen 2005 und 2008 zurück und errechneten das Nettoeinkommen von mehr als 200.000 Menschen mit Abitur im Alter von 21 bis 65 Jahren. Die Daten sind um Alterseffekte und regionale Unterschiede bereinigt. Männer, die an einer Fachhochschule Informatik studiert haben, haben einen durchschnittlichen Nettostundenlohn von 12,81 Euro. Studieren sie dagegen an einer Universität, bekommen sie pro Stunde schon 14,06 Euro. Informatikerinnen verdienen dagegen nur 9,32 Euro (Uni) beziehungsweise 9,29 Euro (Fachhochschule).
Foto: dpaPlatz 9: Maschinenbau
Ein ähnlich starkes Gehaltsgefälle gibt es zwischen männlichen und weiblichen Maschinenbauern: Männer, die an an einer FH studiert haben, bekommen 13,28 Euro netto pro Stunde. Wer an einer Uni studiert hat, verdient 13,81 Euro. Bei den Frauen sind es 7,78 Euro (FH) und 9,22 Euro (Uni).
Foto: dpaPlatz 8: Verwaltungswissenschaften
Männer, die an einer FH Verwaltungswissenschaften studieren, verdienen netto 13,36 Euro die Stunde. Bei den Frauen sind es 10,80 Euro. Im Jahr verdient sie also 22.457,86 Euro, er 27.787,16 Euro.
Foto: Blumenbüro Holland/dpa/gmsPlatz 7: Mathematik
Männliche Mathematiker bekommen pro Stunde im Durchschnitt 13,71 Euro - wenn sie an einer Universität studiert haben. Für FH-Studenten liegt das spätere Gehalt bei durchschnittlich 12,02 Euro. Frauen verdienen dagegen durchschnittlich 9,81 Euro, wenn sie an einer Uni studiert haben und 7,72 Euro.
Foto: dpaPlatz 6: Betriebswirtschaftslehre
Männer, die an einer FH Betriebswirtschaftslehre studieren, verdienen während ihres Arbeitslebens im Schnitt 14,14 Euro pro Stunde. Wer an einer Uni BWL belegt hat, bekommt später im Schnitt 16,58 Euro. Bei Frauen sind es 9,43 Euro (FH) und 10,00 Euro (Uni).
Foto: FotoliaPlatz 5: Volkswirtschaftslehre
Die Ökonomen verdienen vom Ende ihres Unistudiums bis zum Renteneintritt im Durchschnitt 14,57 Euro netto pro Stunde. Bei den weiblichen Volkswirten sind es 9,41 Euro. Der durchschnittliche Netto-Jahreslohn eines studierten Volkswirts liegt bei 30.297,97 Euro beziehungsweise 19.571,74 Euro.
Foto: dpaPlatz 4: Wirtschaftsingenieurwesen
Die männlichen Wirtschaftsingenieure bekommen ihr Unistudium mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 15,00 Euro vergütet. Im Schnitt kommen sie auf einen Netto-Jahreslohn von 31.208,20 Euro. Während des gesamten Arbeitslebens verdienen sie durchschnittlich 1,34 Millionen Euro.
Foto: FotoliaPlatz 3: Jura
Noch mehr verdienen die Juristen: Egal ob Richter, Notar, Anwalt oder Rechtsberater in der freien Wirtschaft: Männer verdienen, wenn man ihr gesamtes Juristenarbeitsleben betrachtet, pro Stunde 15,86 Euro netto. Bei Frauen sind es 12,55 Euro.
Foto: FotoliaPlatz 2: Medizin
Bei den Medizinern (männlich) liegt der durchschnittliche Nettolohn bei 17,77 Euro pro Stunde. Ärztinnen verdienen 13,36 Euro pro Stunde.
Foto: FotoliaPlatz 1: Zahnmedizin
Am besten verdienen die Zahnärzte. Ein männlicher Zahnmediziner, der an einer Universität studiert hat, bekommt im Schnitt einen Stundenlohn von 19,33 Euro. Auf das Jahr gerechnet verdient er 40.205,73 Euro. Ein ganzes Arbeitsleben bescheren ihm gut 1,7 Millionen Euro Einkommen. Bei Frauen liegt der Stundenlohn bei 15,50 Euro.
Foto: APDoch der MBA lohnt sich. Nach einer Statistik der Vergütungsplattform Emolument.com holen zum Beispiel die Absolventen der Harvard Business School die Gebühren nach vier Jahren durch höhere Gehälter wieder rein.
Auch im deutschen Sprachraum ist das Angebot der MBA-Programme in den vergangenen Jahren stark gewachsen: Vor 25 Jahren gab es in der Schweiz, Deutschland und Österreich nur rund fünf bis zehn Programme, heute sind es über 450. Alleine in Deutschland gibt es mittlerweile rund 285 Programme, sagt Kran.
Wer da allzu planlos nach einem passenden MBA sucht, der wird vermutlich schnell verwirrt aufgeben. Zu dicht ist der Dschungel aus Programmen, denn es gibt die Weiterbildung in unterschiedlichen Varianten: als Vollzeit- und Teilzeitstudium oder als reines Online-Studium. Bevor Sie also das richtige Programm suchen, sollten Sie sich erst einmal klarmachen, welche Option am besten zu Ihnen passt.
MBA-Programme in Vollzeit absolvieren die Deutschen am liebsten im Ausland, nicht in der Heimat, sagt Detlev Kran. Andersrum seien 80 Prozent der Vollzeit-Studierenden in Deutschland Ausländer.
Geeignet für unter 30-Jährige mit Berufserfahrung zwischen ein und zwei Jahren, die ihrer Karriere eine neue Richtung geben wollen. Die Regelstudienzeit liegt bei ein bis zwei Jahren.
Nicht geeignet für Berufstätige, die in Vollzeit arbeiten wollen oder aus finanziellen Gründen sogar müssen, weil sie Familie haben oder ihre Stelle nicht aufgeben möchten. Auch wollen ältere Berufstätige oft nicht mit vergleichsweise unerfahrenen Jüngeren in einer Vorlesung sitzen.
Für Aufsteiger: Teilzeit
Teilzeit ist die bevorzugte MBA-Form der Deutschen. Mitarbeiter, die einen MBA neben dem Vollzeitjob absolvieren, gelten als leistungsfähig, ausdauernd und motiviert, sagt Jörg Breiski von der Personalberatung Kienbaum. „Viele Arbeitgeber wissen das zu schätzen.“
Geeignet für über 30-Jährige mit drei bis zehn Jahren Berufserfahrung, die ihre Karriere vorantreiben wollen. Führungskräfte in höheren Ebenen können ein Executive-Programm absolvieren, für über 40-Jährigen mit rund 20 Jahren Berufserfahrung gibt es Senior-Executive-Programme.
Nicht geeignet für Berufstätige, die die Belastung Job, Studium und Familie nicht balancieren können – oder deren Arbeitgeber kein Verständnis für eine Weiterbildung hat.
Berufstätige interessieren sich zunehmend für Online-MBA-Programme, zeigt eine Studie des Beratungsunternehmens Quacquarelli Symonds. Zu den bekanntesten Anbietern zählen die Warwick Business School in England und die Kelley School of Business in den USA. Man sollte darauf achten, dass die Programme von Organisationen wie der Association to Advance Collegiate Schools of Business (AACBS) akkreditiert sind.
Geeignet für disziplinierte Berufstätige, die die Reise an die Uni scheuen oder die sich das Lernen flexibel selbst einteilen wollen.
Nicht geeignet für Menschen, die den persönlichen Kontakt brauchen und sich ein Netzwerk vor Ort aufbauen wollen.