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Best of Consulting 2017 Das sind Deutschlands beste Unternehmensberatungen

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Die Sieger der Kategorie IT-Managament

Platz 1: MHP Management- und IT-Beratung
Platz 2: Ginkgo Management Consulting
Platz 3: KPMG

Das Süppchen

MHP macht die Naturkosmetikfirma Weleda fit für die Zukunft – mit einem neuen IT-System.

Soll niemand sagen, Wirtschaft überwinde keine Grenzen. Die Ludwigsburger Management- und IT-Beratung MHP ist ein Tochterunternehmen des Sportwagenbauers Porsche, der auf den Automobilfan und Ingenieur Ferdinand Porsche zurückgeht. Die Arzneimittel- und Naturkosmetikfirma Weleda wurde ins Leben gerufen von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie. Hier der Hersteller schneller Sportwagen und luxuriöser SUVs, dort der Produzent von Hautcreme, Haarshampoo und Hustensaft: Weiter könnten zwei Unternehmenskulturen nicht voneinander entfernt sein. Doch manchmal findet zusammen, was eigentlich nicht zusammengehört.

In ihrer Geschichte hatte die Naturheilmittelfirma viele Krisen überstanden, allein 2011 hatte sich der Verlust auf gut 8,3 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Der Grund war simpel: Der anthroposophische Geist des Unternehmens, allen Menschen Gutes zu tun, hatte die Betriebswirtschaft ignoriert. So etwas sollte dem Management nicht noch mal passieren. Deshalb beschloss es, auch, seine IT-Strategie zu modernisieren. Eine umfangreiche Aufgabe, die von Beginn an auf sieben Jahre angelegt wurde.

Im April 2014 betrat Jakob Wößner, Senior Manager von MHP, erstmals die Räume von Weleda in Schwäbisch Gmünd. Zuerst waren die Angestellten skeptisch bis ängstlich, schon seit 2012 hatten sie erhebliche Einschnitte ertragen müssen. Doch die Bedenken waren schnell verschwunden, denn die Belegschaft spürte: Wößner ging es nicht primär darum, Altes zu beseitigen, sondern Neues zu starten.

Gemeinsam statt einsam

In den vorangegangenen Jahren hatte Weleda vor allem ums Überleben gekämpft, deshalb waren neue Projekte und Produkte gestoppt worden. Wößners Ziel war es, die Prozesse mithilfe einer modernen IT-Strategie wieder zum Laufen zu bringen.

Die bisherige IT-Abteilung sollte zum Organisations- und Informationsmanagementbereich umgebaut werden – um Impulse für die weitere Entwicklung zu geben. Durch die neue Abteilung sollten zudem die Fachbereiche besser miteinander vernetzt werden.

Seit mittlerweile drei Jahren begleitet Wößner Weleda, ist mehrmals die Woche vor Ort. Das bisher spannendste Projekt seiner elfjährigen Beraterkarriere, sagt er, sei nah dran an einer Organisationsveränderung. Endlich kann er miterleben, ob seine Strategien sich bewähren.

Darum hat Wößner sich auch ein hohes Ziel gesetzt. Weleda soll gewissermaßen immun werden gegen künftige Krisen – das wäre der beste Beweis dafür, dass sich die ungewöhnliche Verbindung zwischen Porsche-Tochter und Steiner-Erbe gelohnt hat.

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