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Führerschein-Kosten 2025So teuer ist die Fahrerlaubnis in Deutschland aktuell

Was kostet der Führerschein in Deutschland im Jahr 2025? Die Übersicht enthält sämtliche Preise, die beim Erwerb einer Fahrerlaubnis in Deutschland anfallen können.Sören Imöhl 15.08.2025 - 15:11 Uhr

Es gibt keinen Pauschalpreis für den Führerschein in Deutschland. Die Kosten sind von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Der tatsächliche Preis für die Fahrerlaubnis kann daher schwanken.

Foto: imago images

Wer in Deutschland Auto fahren will, muss das auch bezahlen können: Zwischen 2500 Euro und 4500 Euro kann der Erwerb der Fahrerlaubnis laut Angaben des ADAC in Deutschland je nach Region und Fahrschule kosten. 

Der Erwerb eines Führerscheins ist auch im vergangenen Jahr spürbar teurer geworden. Laut Angaben des Statistischen Bundesamts erhöhten sich die Preise und Gebühren für Fahrschulleistungen sowie Prüfungen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 um durchschnittlich 5,8 Prozent. Zum Vergleich: Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum lediglich um 2,2 Prozent – ein deutlich geringerer Anstieg. Dieser überdurchschnittliche Preisanstieg im Bereich Führerscheinausbildung ist kein neues Phänomen. Bereits in den vergangenen Jahren verzeichnete das Statistikamt ähnliche Entwicklungen.

Besonders auffällig war das Jahr 2021, das von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt war: Damals kletterten die Preise rund um den Führerschein um 9,6 Prozent, während die allgemeine Inflation bei 3,1 Prozent lag. Im darauffolgenden Jahr erreichte die allgemeine Teuerung 6,9 Prozent, doch die Führerscheinkosten schossen mit 10,8 Prozent noch weiter in die Höhe – der höchste Anstieg seit Beginn der Erhebung im Jahr 1991. Für die Analyse wurde kein „typischer Führerschein“ modelliert. Stattdessen wertete das Bundesamt die von Fahrschulen frei festgelegten Preise für Fahrstunden und Theorieunterricht sowie die gesetzlich geregelten Prüfgebühren bei Tüv und Dekra aus. Diese Prüfgebühren machen nur rund zwölf Prozent der Gesamtkosten aus.

Der ADAC sieht die gestiegene Führerschein-Kosten vor allem in den gestiegenen Sprit-, Fahrzeug- und Personalkosten begründet. Auch im Jahr 2025 sind Anpassungen vorgesehen, die sich auf die Führerscheinkosten auswirken können. Zum 1. Januar 2025 wurde beispielweise der CO2-Preis von 45 auf 55 Euro pro Tonne erhöht, was zu einem Anstieg der Kraftstoffpreise führen wird. In der Folge könnten die Fahrschulen ihre Gebühren moderat anpassen.

Hierzulande gibt es keinen Pauschalpreis für den Erwerb der Fahrerlaubnis. Je nach Bundesland, Region und Fahrschule ergeben sich unterschiedliche Kosten, die es zu berücksichtigen gilt. Eine Änderung betraf im vergangenen Jahr bereits alle Bundesländer: Theoretische und praktische Fahrprüfungen sind aufgrund einer Anpassung der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) seit dem 31. Januar 2024 um elf Prozent teurer geworden.

Lesen Sie hier, wie hoch die Kosten für den Führerschein mindestens sind, wie viel die Prüfungen kosten, falls sie wiederholt werden müssen und was es mit dem digitalen Führerschein auf sich hat. Ein Überblick.

Führerschein-Kosten 2025: So setzt sich der Preis für die Fahrerlaubnis zusammen

Grundsätzlich gilt: Jede Fahrschule in Deutschland kann die Preise für Theorie- und Fahrstunden, Prüfungen und Wiederholungen selbst bestimmen. Auch wenn sie zu keiner Gebührenordnung verpflichtet sind, müssen Fahrschulen für Preisklarheit sorgen.

Für jede angebotene Leistung ist eine Fahrschule also verpflichtet, einen von ihr festgelegten Preis öffentlich sichtbar anzugeben und diesen auch einzuhalten. So können angehende Autofahrer schon vor der Anmeldung und den ersten Fahrstunden Preise vergleichen und sich über Angebote informieren.

Alle Führerschein-Kosten 2025 auf einen Blick

  • Grundbetrag: Je nach Region 350 Euro bis 565 Euro: Hier fallen die Kosten für Verwaltung und theoretischen Unterricht zusammen.
  • Sehtest: Sechs bis sieben Euro; Dieser Wert ist gesetzlich geregelt und wird bei jedem Optiker angeboten.
  • Erste-Hilfe-Kurs „lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort“: Zwischen 20 und 60 Euro.
  • Führerscheinantrag der Straßenverkehrsbehörde: Zwischen 38 und 70 Euro, je nach Behörde.
  • Passbilder: acht bis 15 Euro.
  • Zwölf Sonderfahrten: Jeder Fahrschüler muss je 45 Minuten vier Mal auf die Autobahn, drei Mal nachts und fünf Mal über Land fahren. In der Regel kosten die Fahrten je nach Bundesland, Region und Fahrschule 60 bis 95 Euro.
  • Zusätzliche Übungsstunden: Hier wird das Fahren im alltäglichen Straßenverkehr geübt. Die Anzahl der benötigten Fahrstunden hängt immer vom Fahrschüler ab und macht einen großen Teil der zu zahlenden Endsumme aus. Die Übungsstunden kosten in der Regel weniger als die Sonderfahrten. Die Kosten liegen hier je nach Bundesland, Region und Fahrschule zwischen 55 Euro und 77 Euro.
  • Lernmaterialien: 88 bis 119 Euro; Um die Theorieprüfung erfolgreich zu absolvieren, sind Anmeldungen zu Führerschein-Apps, Online-Portalen der Fahrschulen und Bücher nötig.
  • Prüfungskosten: Gebühr für die Vorstellung zur theoretischen Prüfung (TÜV/Dekra) für den Führer der Führerschein Klasse B: 25 Euro.
  • Prüfungskosten: Gebühr für die Vorstellung zur praktischen Prüfung (TÜV/Dekra) der Führerschein Klasse B: 130 Euro.
  • Für die Prüfungen fallen nicht nur die Kosten der Prüforganisation an, die Fahrschulen selbst stellen diese Leistung ebenfalls in Rechnung. Die Kosten belaufen sich hier im Schnitt für die Vorstellung zur Theorieprüfung auf 60 Euro bis 137 Euro und für Vorstellung zur Praxisprüfung auf grob 160 Euro bis 289 Euro.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für den Führerschein der Klasse B in Deutschland dem ADAC zufolge auf etwa 2500 bis 4500 Euro. Dies stellt allerdings nur eine grobe Preisspanne dar. Der tatsächliche Preis kann sich je nach Anzahl der Fahrstunden, der Region sowie der Fahrschule unterscheiden. Daher kann es von Vorteil sein, die Preise der Fahrschulen im Voraus zu vergleichen und bei der Anzahl notweniger Fahrstunden einen gewissen Puffer einzuberechnen.

Wie viele Stunden umfassen theoretischer und praktischer Unterricht?

Die Theoriestunden, die für den Führerschein abgelegt werden müssen, belaufen sich insgesamt auf zwölf Doppelstunden für die Grundlagen und zwei Doppelstunden für den Zusatzstoff. Eine Doppelstunde dauert immer 90 Minuten.

Fahranfänger benötigen unterschiedlich viele Fahrstunden, um zur anschließenden Fahrprüfung zugelassen zu werden. Bis 2008 galt allerdings noch, dass dem Fahrschüler nach dreimaligem Nichtbestehen der praktischen Prüfung eine dreimonatige Sperre auferlegt wurde. Ist der Fahrschüler danach erneut drei Mal durch die Fahrprüfung gefallen, so musste eine sogenannte MPU (medizinisch-psychologische Untersuchung) abgelegt werden. Inzwischen sind diese Regelungen aber aufgehoben.

Was ist der digitale Führerschein?

Der digitale Führerschein ist die elektronische Variante des herkömmlichen Führerscheins. Er wird auf dem Smartphone gespeichert und dient als offizieller Nachweis der Fahrberechtigung.

Wann startet der digitale Führerschein in Deutschland?

Am 1. April 2025 startete in Deutschland eine Testphase für den digitalen Fahrzeugschein. Während dieses Pilotprojekts können ausgewählte Teilnehmer ihre Fahrzeugpapiere bequem auf dem Smartphone mitführen. Die erforderliche App wurde gemeinsam vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) und der Bundesdruckerei entwickelt.

Für die Nutzung des digitalen Fahrzeugscheins sind bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Zunächst wird ein deutscher Führerschein im Kartenformat benötigt, da ältere Papierführerscheine nicht unterstützt werden. Außerdem ist ein NFC-fähiges Smartphone erforderlich, um den Ausweis auszulesen. Zusätzlich muss der Personalausweis über die Online-Ausweisfunktion (eID) verfügen, und die dazugehörige PIN muss bekannt sein. Die Beantragung erfolgt in wenigen Schritten: Zunächst muss die ID-Wallet-App oder die AusweisApp Bund aus dem App Store oder Google Play heruntergeladen werden.

Anschließend erfolgt die Anmeldung per NFC mit dem Personalausweis. Der Führerschein muss dann manuell in der App hinterlegt werden, da eine automatische Erkennung nicht möglich ist. Die Verifizierung kann entweder durch ein Foto oder durch einen Abgleich mit Behörden erfolgen.

Ist der digitale Führerschein verpflichtend?

Nein. Die Nutzung des digitalen Fahrzeugscheins ist freiwillig – er wird nicht automatisch ausgestellt und muss aktiv in der App hinterlegt werden. Zudem ersetzt er den physischen Führerschein nicht, sodass das Original weiterhin bei Polizeikontrollen mitgeführt werden muss.

Was kostet der digitale Führerschein?

Der digitale Führerschein kann kostenlos über die ID-Wallet-App beantragt werden. Die App steht zum kostenlosen Download in den App-Stores von Google und Apple bereit.

Theoretische und praktische Führerscheinprüfung: Wie hoch ist die Durchfallquote?

Zuletzt erreichte die Durchfallquote bei der theoretischen Führerscheinprüfung einen neuen Höchststand, wie aus den veröffentlichten Zahlen des TÜV-Verbands hervorgeht. Nahezu die Hälfte der Fahrschüler (49 Prozent) fiel bei der Theorieprüfung der Klasse B durch. Die Gesamtquote derjenigen, die bei ihrer ersten theoretischen Prüfung scheiterten, lag bei 42 Prozent über alle Klassen hinweg. Dies markiert einen Anstieg um zehn Prozentpunkte im Vergleich zu 2014 und um drei Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Die Durchfallquoten bei der praktischen Prüfung blieben hingegen konstant, wobei wie in den Vorjahren etwa jeder dritte Prüfling scheiterte.

Richard Goebelt, Fachbereichsleiter Fahrzeug & Mobilität beim TÜV-Verband, erklärte während einer Online-Pressekonferenz, dass auch bei Wiederholungsprüfungen viele Kandidaten durchfallen. Etwa 54 Prozent bestehen die theoretische Prüfung nicht beim zweiten Versuch, während es bei der praktischen Prüfung etwa 40 Prozent sind. Goebelt führt die hohe Durchfallquote bei der Theorieprüfung vor allem darauf zurück, dass viele Prüflinge sich unzureichend vorbereiten und die Prüfungen nicht ernst genug nehmen. Er unterstrich, dass es nicht ausreicht, einfach auswendig zu lernen, und dass genügend Zeit für eine gründliche Vorbereitung eingeplant werden sollte. Außerdem betonte er die Notwendigkeit, die Qualität der Fahrausbildung zu verbessern, beispielsweise durch den Einsatz moderner Lernmethoden und gezielte Prüfungsvorbereitung.

Was kosten die Wiederholungen der Prüfungen?

Fällt der Fahranfänger bei der theoretischen Prüfung durch, so muss er die Anmeldegebühr bei einer neuen Prüfungsannahme erneut zahlen. Diese beläuft sich für den Pkw-Führerschein in ganz Deutschland momentan auf 25 Euro.

Spätestens bis zwölf Monate nach der theoretischen Prüfung muss die praktische Prüfung erfolgen. Bei Nichtbestehen der Fahrprüfung und einem neuen Versuch ist erneut die Anmeldegebühr von 130 Euro fällig.

Was kostet eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU)?

Die umgangssprachlich als „Idiotentest“ bezeichnete medizinisch-psychologische Untersuchung ist in drei Teile gegliedert:

  1. Medizinische Untersuchung
  2. Gespräch mit einem Verkehrspsychologen
  3. Leistungstest

Dadurch kann festgestellt werden, ob der Fahrende eine Gefahr für sich oder andere im Straßenverkehr darstellt. Die Kosten für eine MPU belaufen sich laut dem ADAC auf 400 bis 800 Euro.

Welche Fristen gelten beim Führerscheinumtausch?

Der alte Führerschein wird nacheinander gestaffelt umgetauscht. Dabei gelten laut dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) folgende Fristen:

  • Autofahrer der Geburtsjahrgänge 1953 bis 1958 mussten ihre Führerscheine bis zum 19. Juli 2022 eintauschen. Sie sollten ihre alten Führerscheine ursprünglich bis zum 19. Januar 2022 eintauschen. In seiner Sitzung am 11. Februar 2022 stimmte der Bundesrat aber einer Fristverlängerung zum Führerscheinumtausch für Führerscheinbesitzer der dieser Geburtsjahre von 1953 bis zum 19. Juli 2022 zu.
  • Für die Jahrgänge 1959 bis 1964 galt die Frist bis zum 19. Juli 2023,
  • für die Jahrgänge 1965 bis 1970 galt die Frist bis zum 19. Januar 2024,
  • für die Jahrgänge 1971 oder später galt sie bis zum 19. Januar 2025,
  • für die Jahrgänge vor 1953 gilt die Frist bis zum 19. Januar 2033.

Danach gibt es Fristen für die neueren Kartenführerscheine. Diese wurden ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt. Der Umtausch soll nach dem jeweiligen Alter der Dokumente realisiert werden, entscheidend ist das Ausstellungsdatum des jeweiligen Führerscheins. So gelten hier folgende Fristen: 

  • Führerscheine, die zwischen 1999 und 2001 ausgestellt wurden, sollten bis 19. Januar 2026 umgetauscht worden sein.
  • für die Ausstellungsjahrgänge 2002 bis 2004 sieht der Plan eine Frist bis 19. Januar 2027 vor,
  • für die Ausstellungsjahrgänge 2005 bis 2007 bis 19. Januar 2028,
  • für den Ausstellungsjahrgang 2008 bis 19. Januar 2029,
  • für den Ausstellungsjahrgang 2009 bis 19. Januar 2030,
  • für den Ausstellungsjahrgang 2010 bis 19. Januar 2031,
  • für den Ausstellungsjahrgang 2011 bis 19. Januar 2032,
  • für Führerscheine, die von 2012 bis zum 18. Januar 2013 ausgestellt wurden, läuft die Umtauschfrist bis 19. Januar 2033.

Kann ich Führerscheinprüfungen auch in anderen Sprachen ablegen?

Ja. Der theoretische Prüfungsteil der Führerscheinprüfung kann in diversen Sprachen abgelegt werden. Neben der deutschen Sprache kann die theoretische Prüfung aktuell in zwölf Fremdsprachen abgelegt werden. Zu diesen Sprachen zählen:

  • Englisch
  • Französisch
  • Griechisch
  • Hocharabisch
  • Italienisch
  • Kroatisch
  • Polnisch
  • Portugiesisch
  • Rumänisch
  • Russisch
  • Spanisch
  • Türkisch

Preise und Gebühren in der Tabelle: Alle Kosten für den Führerschein der Klasse B in 2025

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals im März 2021 bei der WirtschaftsWoche. Wir haben ihn aktualisiert und zeigen ihn aufgrund des Leserinteresses erneut.

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