Bitcoin: „Halving-Fieber“ treibt Kurs über 57.000 Dollar
Das Interesse von institutionellen Investoren und Kleinanlegern gibt Bitcoin weiter Rückenwind. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise gewann am Dienstag bis zu 4,3 Prozent und übersprang erstmals seit etwa zweieinhalb Jahren die Marke von 57.000 Dollar. Damit summierte sich das Plus seit Jahresbeginn auf etwa 33 Prozent.
„Das ‚Halving‛-Fieber dürfte nun auch den letzten Anleger gepackt haben“, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Vor allem kurzfristig orientierte Anleger griffen derzeit zu. Sie hofften auf weitere Kursgewinne durch die für Mitte April erwartete künstliche Verknappung der Cyber-Devise. Um Inflation zu verhindern, halbiert sich etwa alle vier Jahre die Bitcoin-Menge, die in einem bestimmten Zeitraum durch „Schürfen“ neu gewonnen werden kann.
Weiteren Rückenwind erhalte die Kryptowährung seit Jahresbeginn von der US-Zulassung börsennotierter Fonds (ETF), die direkt in die Cyber-Devise investieren, sagte Justin d'Anethan, Manager beim auf Kryptowerte spezialisierten Vermögensverwalter Keyrock. „Es gibt nur ein begrenztes Angebot, aber die Nachfrage, die durch die Spot-ETFs ausgelöst wird, scheint unstillbar zu sein.“
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Neben Bitcoin: Auch Hoffnung auf Ethereum-ETF
Auf einen vergleichbaren Effekt hofften Ethereum-Anleger, sagte Anlagestratege Nick Crawley vom Online-Broker DailyFX. Sie setzten darauf, dass auch für die Nummer zwei der Kryptowährungswelt bald ein Spot-ETF die Zulassung in den USA erhalte. Die nach Bitcoin zweitwichtigste Cyber-Devise stieg am Dienstag um bis zu 2,7 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 3273,10 Dollar und lag damit knapp 50 Prozent über dem Niveau vom Jahreswechsel.
Vor diesem Hintergrund griffen Investoren auch bei Werten aus dem Kryptowährungssektor und bei Unternehmen, die sich mit der Bitcoin & Co. zugrundeliegenden Blockchain-Technologie befassen, beherzt zu. So stiegen die Papiere von Coinbase, Riot, Marathon und Bitfarms im vorbörslichen US-Handel um bis zu zehn Prozent.
Die Titel der deutschen Bitcoin Group, die eine Kryptowährungsbörse betreibt, gewannen in der Spitze 9,5 Prozent. Die Titel der US-Softwarefirma MicroStrategy, die mit der Bekanntgabe des Kaufs weiterer 3000 Bitcoin die aktuelle Krypto-Rally mitbefeuert, rückten vorbörslich gut sechs Prozent vor. Das Unternehmen hat bereits Milliarden in Cyber-Devisen investiert.