1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Börse
  4. Börse: Dax erleidet herbe Verluste – Zölle belasten

BörseDax erleidet herbe Verluste – Zölle belasten

Zölle und politische Unsicherheiten belasten die Börsen. Schwankungen bleiben hoch, während Anleger auf Klarheiten warten. 10.03.2025 - 20:02 Uhr

Die Indizes der Deutschen Börse mit den Namen "Dax", MDax", "SDax" und "TecDax" werden im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse auf einer Tafel gelistet.

Foto: Arne Dedert/dpa

Ungewissheit über die geplanten milliardenschweren Verteidigungs- und Infrastrukturpakete von Union und SPD haben dem Dax zum Wochenauftakt herbe Verluste eingebrockt. Um 1,69 Prozent auf 22.621 Punkte ging es am Montag mit dem deutschen Leitindex abwärts, der am Donnerstag ein Rekordhoch erreicht hatte. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel fiel um 1,80 Prozent auf 29.027 Zähler.

„Für alle, die nicht mehr durchblicken: Die US-Zölle gegen Kanada wurden am Dienstag eingeführt, am Mittwoch verschärft, am Donnerstag verschoben und am Freitag aufgestockt“, sagte Michael Brown, Stratege beim Online-Broker Pepperstone. „In einem solchen Umfeld ist es für die Marktteilnehmer schlichtweg unmöglich, das Risiko einzuschätzen.“

Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners wies zugleich auf die ungewöhnlich starken Schwankungen des Dax in der vergangenen Woche hin.

Koalitionsverhandlungen

Keine Liebe für Aktien

Im Sondierungspapier werden Anleger vergessen, die aktiengestützte Rente wird ignoriert. Die SPD bestimmt die Prioritäten. Ein Kommentar.

Kommentar von Marlon Bonazzi

„Das zeigt, wie groß die Verunsicherung unter den Anlegerinnen und Anlegern aktuell ist. Und das, obwohl der Dax in der Nähe seines Rekordhochs notiert“, sagte der Experte. Diese Volatilität dürfte auch in der neuen Woche anhalten.

Finanzpaket noch nicht beschlossen

Auf neue Rekordhochs trieb den Dax zuletzt die Erwartung eines Konjunktur-Booms durch das geplante Milliarden-Finanzpaket von Union und SPD. „Doch noch sind es lediglich Ankündigungen, die mit dem alten Bundestag erst einmal beschlossen und dann im Bundesrat endgültig verabschiedet werden müssen“, warnte Jürgen Molnar, Stratege beim Broker CMC Markets.

„Vieles, wenn nicht gar alles, wird also davon abhängen, wie die Verhandlungen zwischen Union und SPD und den Grünen als letztendlicher Wahlverlierer in den kommenden Tagen laufen.“ Bis dahin dürften sich Anleger an der Frankfurter Börse zurückhalten.

Auch die uneinheitlich ausgefallenen jüngsten Konjunkturdaten konnten die Anleger nicht beruhigen.

Die Konjunkturerwartungen der Börsianer für die Wirtschaft der Euro-Zone hellten sich im März wegen der geplanten Rüstungs- und Infrastrukturprogramme zwar so stark auf wie seit 13 Jahren nicht mehr. Das entsprechende Stimmungsbarometer stieg im März um 17 Punkte auf plus 18 Zähler, wie die Beratungsfirma Sentix am Montag zu ihrer monatlichen Umfrage unter rund 1100 Investoren mitteilte.

10. März 2000

Erst die Dauerparty, dann der Absturz: Erinnerungen an den Neuer-Markt-Crash

Wie ein Börsenprofi sich durch Boom und Crash vor 25 Jahren kämpfte – und durch die Finanzkrise. Erinnerungen an den Crash des Neuen Marktes und seine Folgen.

von Hauke Reimer

Auch die deutsche Produktion zog im Januar kräftig an. Doch „ob die Industriekonjunktur auf einen Erholungskurs einbiegt, hängt zu einem hohen Maße auch von der Politik ab“, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank. Mit den Exporten ging es zugleich überraschend bergab.

Traton nach Margenprognose unter Druck

Im Fokus bei den Einzelwerten stand unter anderem die Aktie des Medizintechnikkonzerns Carl Zeiss, die nach einem negativen Analystenkommentar um gut sechs Prozent abrutschte.

Unter Druck geriet auch Borussia Dortmund. Nach der Niederlage gegen den FC Augsburg gaben die Aktien des Fußball-Bundesligisten um fast sechs Prozent nach. Um knapp fünf Prozent nach unten ging es indes für Traton. Die Volkswagen-Nutzfahrzeug-Tochter rechnet nach einem unerwartet guten Jahr mit Druck auf die Margen.

Am Kryptomarkt weitete der Bitcoin seine Verluste vom Wochenende aus. Die umsatzstärkste Cyber-Devise gab gut ein halbes Prozent auf 82.547 Dollar nach. Seit Freitag ist sie um rund sieben Prozent abgerutscht. Das Dekret von US-Präsident Trump über die Bildung einer strategischen Kryptowährungs-Reserve hatte die Anleger nicht begeistert. „Anleger bringen ihre Enttäuschung zum Ausdruck, da aktive Zukäufe seitens der US-Regierung ausbleiben“, erläutert Experte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.

Auch der mit Spannung erwartete Krypto-Gipfel im Weißen Haus zum Wochenschluss habe keine wirklichen Neuigkeiten gebracht.

Lesen Sie auch: Diese kleineren Aktien aus Europa könnten nun an Bedeutung gewinnen

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick