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Börse Frankfurt Schwacher Wochenstart erwartet

Nach dem aus Anlegersicht enttäuschend verlaufenen Notenbanker-Treffer in den USA dürfte die neue Woche kaum Impulse für den Dax bringen. Ein starker Euro dämpft die Kauflaune der Investoren, vorbörslich liegt der Dax im Minus.

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Der Chef der Bank von Japan, Haruhiko Kuroda, (v.l.n.r.), Fed-Chefin Janet Yellen and EZB-Präsident Mario Draghi am Rand den Notenbank-Treffens in Jackson Hole. Quelle: Reuters

Frankfurt Der deutsche Aktienindex dürfte eher schwach in die letzte Augustwoche starten. Bevor am Freitag der an der Börse als traditionell schwieriger Monat geltende September beginnt, lag der Dax auf außerbörslichen Plattformen am frühen Montagmorgen im Minus bei 12.125 Punkten. Am Freitag war der deutsche Leitindex bei 12.168 Punkten aus dem Handel gegangen.

Belasten dürfte einmal mehr der stärkere Euro-Kurs. Am Montagmorgen kostet die europäische Gemeinschaftswährung 1,1923 Dollar und ist damit so teuer wie seit Anfang 2015 nicht mehr. Am Sonntagabend hatte der Euro sogar 1,1965 Dollar erreicht, konnte dieses Niveau aber nicht ganz halten. Ein gegenüber dem Dollar starker Euro, so die Befürchtung der Anleger, macht deutsche Waren im Ausland teurer und erschwert damit auch die Geschäfte der exportorientierten deutschen Unternehmen.

Auslöser für den Aufschwung der Gemeinschaftswährung waren die Reden von US-Notenbankchefin Janet Yellen und Mario Draghi, Chef der Europäischen Notenbank (EZB), anlässlich des Notenbankertreffens im US-amerikanischen Jackson Hole am Freitagabend. So hatten einige Investoren darauf gesetzt, dass Draghi versuche werde, verbal gegen den jüngsten Euro-Höhenflug gegenzusteuern. Doch Fehlanzeige – der höchste EZB-Vertreter ging weder auf seine aktuelle Geldpolitik ein noch äußerte er sich zum deutlich gestiegenen Wechselkurs des Euros. Stattdessen warnte Draghi vor den Gefahren des Protektionismus und nationalen Alleingängen.

Relevante Konjunkturindikatoren gibt es zu Wochenbeginn nicht. Auch bei den Unternehmen sind Termine dünn gesät. Beim Autobauer Audi steht eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats zum Personalumbau im Vorstand an. Zudem bleibt die Londoner Börse aufgrund eines Feiertags am Montag geschlossen.

Auch aus Japan kommen am Montagmorgen keine positiven Impulse. Der Aktienmarkt in Tokio startete mit Verlusten in die neue Woche. Auch dort belastete ein stärkerer Yen und die Unsicherheit über die Auswirkungen des Hurrikan „Harvey“ auf die Wirtschaft der USA die Kurse. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 0,9 Prozent auf 3.362 Punkte.

An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland am Freitag kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,1 Prozent höher, während der Nasdaq 0,1 Prozent verlor. Der S&P500 stieg um 0,2 Prozent.

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