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Dax-Check Wo sich Chancen und Risiken die Waage halten

Große Kurssprünge sind bei diesen Aktien meist nicht zu erwarten. Bei welchen Unternehmen Anleger vor allem abwarten und beobachten sollten.

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BayerNoch mal gut gegangen. Die Verhütungspillen Yaz und Yasmin dürfen in den USA weiter vermarktet werden, nur auf den Verpackungen muss Bayer klarer auf Thromboserisiken hinweisen. Wenn es aber doch zur Thrombose kommt, hat Bayer nun mit Xarelto gar das passende Gegenmittel auf dem Markt. Sollte sich das neue Thrombosemittel durchsetzen und sollten Rückschläge bei Medikamenten ausbleiben, wird der Teilkonzern Bayer Healthcare (50 Prozent des Umsatzes) zur wichtigsten Stütze – auch mit Blick auf die im Branchenvergleich überdurchschnittlich bestückte Medikamentenpipeline. Das Agrargeschäft von Bayer gilt als relativ margenschwach, wie sich das ändern soll, ist noch nicht erkennbar, zumal bei Saatgut jetzt hohe Forschungsaufwendungen anstehen. Der zyklische Teilkonzern Bayer Material Science (hochwertige Kunststoffe, 30 Prozent Umsatzanteil) muss mit stärkerem konjunkturellem Gegenwind klarkommen. Große Sprünge wird der Kurs deshalb nicht machen. Im günstigsten Fall sollte die Bayer-Aktie in einer breiten Spanne zwischen 60 und gut 33 Euro seitwärts laufen. Laufen die Bereiche schlechter als gedacht, dann wäre auch ein neuer langfristiger Abwärtstrend denkbar.
BeiersdorfDer Nivea-Konzern wird von großen Konkurrenten wie Procter & Gamble und L’Oréal angegriffen, andererseits erhöht der Einzelhandel, dessen Verhandlungsposition durch die starke Branchenkonzentration immer weiter gewachsen ist, den Preisdruck auf Markenartikler und schickt immer mehr Eigenmarken in immer schnellerer Folge ins Rennen. Das drückt auf die Margen. Zudem ist die China-Strategie von Beiersdorf gescheitert. Das Abenteuer im Reich der Mitte ist aber weitgehend abgeschrieben. Die 2007 gekaufte Haarpflegemarke C-Bons steht nur noch mit gut 80 Millionen Euro in der ansonsten hochsoliden Bilanz. Beiersdorf sitzt auf einer Nettoliquidität von gut zwei Milliarden Euro. Die Beiersdorf-Probleme wirken somit eher wie Klagen auf hohem Niveau. Das sind nicht die schlechtesten Startbedingungen für den zukünftigen Vorstandschef Stefan F. Heidenreich, der von April an die Nachfolge von Thomas B. Quaas antritt. Zumal ihm die undankbare Aufgabe, Stellenstreichungen anzukündigen, schon sein Vorgänger Quaas abgenommen hat. Die Aktie wird vermutlich keine großen Kurssprünge machen, aber wegen des vergleichsweise defensiven Charakters des Geschäfts erscheint das Risiko recht überschaubar. Eine Seitwärtsbewegung in einer Kursspanne zwischen 45 und 33 Euro ist wahrscheinlich.
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