BörsenWoche 525: Depotticker: Die wichtigsten Updates der Woche
+++Gold auf frischem Rekordhoch (KD)
Der Goldpreis erreichte vergangene Woche neue Rekordmarken. Er kletterte erstmals auf mehr als 3550 Dollar je Feinunze. Das Edelmetall dient Anlegern jetzt als Zufluchtsort vor den geo- und handelspolitischen Unsicherheiten.
+++Hyatt-Partner Lindner gesundet (KD)
Die Düsseldorfer Hotelkette Lindner Hotels hat ihr Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen. Ein paar Standorte wurden abgegeben, fast 200 Mitarbeiter mussten das Unternehmen verlassen. Jetzt geht es weiter. Dadurch bleibt der US-Hotelkette Hyatt ein wichtiger Partner auf dem deutschen Markt erhalten.
Hyatt und Lindner hatten 2022 eine enge Zusammenarbeit beschlossen. Der US-Konzern integrierte die Lindner-Hotels in sein Angebot und übernahm 2024 die Designhotelmarke „me and all hotels“ von Lindner. Zuvor hatte Hyatt in Deutschland nur langsam expandiert. Im Dezember 2024 meldete Lindner Hotels Insolvenz an.
+++Alphabet kann aufatmen (KD)
Die Google-Mutter Alphabet muss ihren Chrome-Browser nicht verkaufen. Vergangenes Jahr hatten US-Behörden dem Konzern ein unerlaubtes Monopol vorgeworfen. Als Konsequenz daraus sollte Alphabet seinen Internetbrowser Chrome sowie sein Betriebssystem Android veräußern.
Beide Verkäufe sind nun dank eines neuen Gerichtsbeschlusses vom Tisch. Für Alphabet sind das gute Nachrichten. Das Hauptgeschäft besteht zwar aus der beliebten Suchmaschine Google, in der Werbung geschaltet wird. Sowohl Chrome als auch Android binden Nutzer aber an Alphabets Ökosystem. Der Chrome-Browser gilt als schnell und nutzerfreundlich, weshalb sein Marktanteil weltweit auf 69 Prozent geschätzt wird. Android kommt, mit Ausnahme von Apple-Geräten, in fast allen Smartphones zum Einsatz, außerdem in Smart-Fernsehern und Autos.
Die Richter forderten von Alphabet letztlich nur das Teilen von Daten sowie Anpassungen beim Vertrieb. Die Alphabet-Aktie legte am vergangenen Mittwoch dank der guten Nachrichten rund neun Prozent zu.
+++Kraft Heinz wird aufgespalten (KD)
Der amerikanische Lebensmittelkonzern Kraft Heinz wird aufgespalten. Im Jahr 2015 wurde aus Kraft Foods und H.J. Heinz ein gemeinsames Unternehmen. Kraft ist Verbrauchern etwa durch seinen Frischkäse Philadelphia ein Begriff oder durch Marken wie Miracle Whip und Tassimo. Heinz stellt Ketchup und andere Soßen her.
Hinter der Fusion der zwei Konzerne steckten die Investmentfirma 3G und Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway. Noch heute besitzt Berkshire Hathaway 27,5 Prozent der Kraft-Heinz-Aktien und ist mit Abstand der größte Aktionär. Die Hoffnungen, die Buffett und andere in Kraft Heinz gesetzt hatten, haben sich jedoch nie erfüllt. Der Umsatz stagnierte und die Aktie hat seit 2017 drei Viertel an Wert verloren. Erst kürzlich schrieb Berkshire Hathaway seine Beteiligung an Kraft Heinz in Milliardenhöhe ab.
Buffett ist enttäuscht davon, dass sich Kraft Heinz nun wieder aufspaltet. Wie er dem Nachrichtensender CNBC mitteilte, erwartet er dadurch keine Verbesserung der geschäftlichen Situation. Greg Abel, der Buffett zum Jahreswechsel an der Spitze von Berkshire Hathaway ersetzen soll, hat gemäß Buffett dem Kraft-Heinz-Management seinen Unmut mitgeteilt.
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