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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 Ausverkauf bei Tech-Werten geht weiter – Nasdaq verliert zwei Prozent

Unerwartete gute Arbeitsmarktdaten bremsen den Abstieg an der Wall Street, doch Tech-Werte bleiben stark unter Druck. Bankenwerte legen zum Start zu.

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Blick auf das Börsengebäude in New York. Quelle: AP

Die Stimmung an der Wall Street bleibt trotz einer fortgesetzten Erholung am US-Arbeitsmarkt nervös. Im Tech-Sektor ging es am Freitag weiter bergab: der Index der Technologiebörse Nasdaq ging kurz nach dem Handelsstart zwei Prozent auf 11.237 Punkte in die Knie.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stand 0,3 Prozent im Plus bei 28.337 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 notierte mit 3434 Punkten ein halbes Prozent niedriger.

Am Donnerstag hatte es am US-Aktienmarkt deutliche Verluste gegeben. Der Nasdaq schloss fünf Prozent schwächer bei 11.458 Punkten. Für den Aktienmarkt insgesamt war es der schlechteste Tag seit Juni. Vor allem Technologie-Werte waren am Donnerstag abgerutscht. Die FAANG-Aktien (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Google) hatten vier bis acht Prozent eingebüßt.

Und auch einen Tag nach dem Ausverkauf bei großen Tech-Werten blieb die Stimmung angespannt. „Heute wird sich zeigen, ob dahinter mehr steckt oder ob es nur eine Eintagsfliege“, sagte Stratege Robert Pavlik vom Vermögensverwalter SlateStone Wealth in New York. Am Donnerstag unter die Räder gekommene Titel wie Microsoft und Apple notierten im frühen Handel erneut schwächer.

In den USA stieg die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im August um 1,37 Millionen und damit in etwa so stark wie erwartet. Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel überraschend deutlich auf 8,4 von 10,2 Prozent. Analysten hatten einen Rückgang auf etwa 10 Prozent erwartet.

„Die Börsianer dürfen erst einmal aufatmen“, sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. „Die US-Unternehmen holen weiterhin Arbeiter zurück, aber eben in langsamerem Tempo.“

Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt aber trotz einer sich abzeichnenden wirtschaftlichen Erholung sehr angespannt. Gut 29 Millionen Menschen beziehen eine Form von Arbeitslosengeld, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. In der Woche bis einschließlich 29. August stellten demnach knapp 900.000 Menschen einen Neuantrag auf Arbeitslosenhilfe.

Die Anträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts wider. Vor der Zuspitzung der Pandemie im März war die Zahl der Neuanträge nur sehr selten über 100.000 gestiegen.

Blick auf andere Assetklassen

Am Devisenmarkt ging es für den Dollar nach den US-Daten aufwärts: Der Euro sackte im Gegenzug um 0,4 Prozent auf 1,18 Dollar ab. Der Goldpreis rutschte ins Minus und notierte 0,7 Prozent schwächer bei 1917 Dollar je Feinunze (31 Gramm).

Kupfer verteuerte sich hingegen um 1,4 Prozent auf 6655 Dollar je Tonne. Das wichtige Industriemetall profitierte von der anziehenden Wirtschaft in China: Dort signalisierten die Einkaufsmanagerindizes in dieser Woche ein solides Wachstum. Zudem leerten sich die Lagerhäuser, schrieben die Experten von Fitch Solutions: „Wir glauben, dass die Lager bis Mitte Oktober weiter abgebaut werden können.“

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