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Dow Jones, Nasdaq, S&P 500 US-Börsen fallen deutlich – Steigende Corona-Zahlen lösen Verkäufe aus

Die steigenden Corona-Infektionszahlen trüben den Wirtschaftsausblick und sorgen für Gewinnmitnahmen. Die wichtigsten US-Indizes liegen klar im Minus.

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Die US-Börsen haben sich stabilisiert.

Die Furcht vor schärferen Einschränkungen wegen steigender Coronavirus-Infektionen vertreibt Anleger an der Wall Street. „Die Konjunkturerholung wird sich nun abschwächen. Darauf deuten vor allem die Verbraucherdaten in den USA hin“, sagte David Iusow, Analyst beim Handelshaus DailyFX.

Auch ein neues Hilfspaket sei weiterhin nicht in Sicht. „Die sich verschlechternde, allgemeine Situation nutzen Anleger nun, um Gewinne mitzunehmen.“ Der Dow-Jones-Index der Standardwerte fiel am Montag 2,5 Prozent auf 26.939 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 2,4 Prozent ab auf 3241 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 1,7 Prozent schwächer bei 10.741 Zählern.

Wie an Europas Börsen gerieten vor allem Aktien von Flug-, Hotel- und Kreuzfahrtgesellschaften unter Druck. Erneute Reise- und Geschäftsbeschränkungen würden die beginnende Erholung der Gesamtwirtschaft bedrohen, sagten Analysten. Die Lockdowns im März hatten dem S&P 500 den stärksten monatlichen Einbruch seit der globalen Finanzkrise eingebrockt.

Angesichts der noch nie dagewesenen staatlichen Stützungsprogramme erholten sich die Kurse zwar wieder. Die seit fünf Monaten anhaltende Erholungsrally droht aber zu Ende zu gehen. Anzeichen für eine nur schleppende Konjunkturerholung belasteten vor allem Technologiewerte.

Zudem gab der S&P 500 Bank Index rund drei Prozent nach, nachdem ein Recherche-Netzwerk nach Auswertung von Daten des US-Finanzministeriums über Geldwäsche durch internationale Großbanken berichtet hatte.

Blick auf die Einzelwerte

Oracle und Walmart Die angekündigte Beteiligung an dem chinesischen Kurzvideodienst TikTok lässt Anleger nach Aktien von Oracle und Walmart greifen. In einem schwachen Marktumfeld klettern die Papiere des Firmensoftwarekonzerns Oracle vor Start der US-Börsen rund vier Prozent. Der Kurs von Einzelhändler Walmart legt rund ein Prozent zu. Dagegen büßen Microsoft-Aktien 2,5 Prozent ein. Der chinesische Technologiekonzern ByteDance hatte das Gebot von Microsoft für die vor allem bei Teenagern beliebte App abgelehnt.

JP Morgan und Goldman Sachs Medienberichte haben gravierende Mängel bei Banken und Behörden im Kampf gegen Geldwäsche offengelegt. Die Vorwürfe ließen die Aktienkurse von Banken überall auf der Welt fallen. Die Papiere von JP Morgan verloren fast drei Prozent, die von Goldman Sachs um 2,6 Prozent.

Nikola Der Rücktritt des Firmenchefs inmitten des Streits mit dem Leerverkäufer Hindenburg hat dem US-Hersteller von Elektrolastwagen Nikola den größten Kurssturz seit dem Börsengang 2018 eingebrockt. Die Aktie brach am Montag um 34 Prozent ein, nachdem Firmen-Gründer und Chairman Trevor Milton erklärt hatte, er scheide freiwillig aus dem Amt.

„Der Fokus sollte auf dem Unternehmen und seiner weltverändernden Mission liegen, nicht auf mir“, begründete Milton den Schritt. Als sein Nachfolger wurde mit sofortiger Wirkung Vorstandsmitglied Stephen Girsky ernannt, der einst Vize von General Motors war.

Hindenburg wirft Nikola Betrug und Vetternwirtschaft vor. In einem Anfang des Monats veröffentlichten Bericht hatte der Leerverkäufer erklärt, er habe genügend Beweise gesammelt, um zu belegen, dass Nikola und Milton falsche Angaben über die firmeneigene Technologie aufgestellt hätten, um Partnerschaften mit großen Autoherstellern einzugehen.

„Ich beabsichtige, mich gegen falsche Anschuldigungen zu verteidigen, die von außenstehenden Kritikern gegen mich erhoben werden“, schrieb Milton auf Twitter. Nikola hat ebenfalls alle Vorwürfe zurückgewiesen und gedroht, juristisch gegen Hindenburg vorzugehen. Das US-Justizministerium und die Börsenaufsicht SEC sind mit dem Fall befasst.

Mehr: So stellen Anleger das perfekte ETF-Portfolio zusammen.

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