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Dow Jones, S&P 500, Nasdaq Die Wall Street startet schwächer – der starke Dollar setzt zu

Die Arbeitslosenquote ist auf dem niedrigsten Niveau seit Ende 2000, obwohl bessere Zahlen prognostiziert wurden. Auch der Dow Jones hat Schwierigkeiten.

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Die Anleger agierten am Donnerstag vorsichtig. Quelle: AP

New York Der Dow Jones startet im Frühhandel unter Vortagsniveau. Der Schlusskurs vom Donnerstag betrug noch 23.930,15 Stellen. Doch die anhaltende Dollar-Stärke setzt der Wall Street weiter zu. Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Freitag um bis zu 0,6 Prozent. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, kletterte um 0,5 Prozent auf 92,90 Punkte und notierte damit so hoch wie seit Dezember nicht mehr.

Bei den Einzelwerten rückte Apple ins Rampenlicht. Investor Warren Buffett baute seinen Anteil an dem iPhone-Hersteller auf 4,7 von 3,3 Prozent aus. Damit steigt Buffett zum zweitgrößten Anteilseigner auf. Apple-Aktien gewannen 1,3 Prozent.

Gefragt waren ebenfalls die Papiere von Weight Watchers mit einem Plus von mehr als vier Prozent. Der Anbieter von Diätprogrammen steigerte die Kundenzahl binnen Jahresfrist um eine auf 4,6 Millionen. Der Quartalsgewinn lag mit 0,31 Dollar je Aktie gut fünf Mal so hoch wie erwartet. Auf dieser Basis hob das Unternehmen, bei dem die ehemalige TV-Moderatorin Oprah Winfrey drittgrößte Aktionärin ist, seine Ergebnisziele für das Gesamtjahr an.

Die Erwerbslosenquote in den USA ist so niedrig wie zuletzt zum Ende des Jahres 2000: Im April ist sie auf 3,9 Prozent gefallen, so das US-Arbeitsministerium in Washington. Im März lag die Quote noch bei 4,1 Prozent. Allerdings sind auch weniger neue Stellen geschaffen worden als erwartet. Experten rechneten mit 192.000 neuen Jobs, während die Regierung nun von 164.000 sprach. Dennoch: Viele Ökonomen sprechen mittlerweile von einer Vollbeschäftigung. Der Anstieg der Stundenlöhne fiel mit 0,1 Prozent geringer aus als erwartet.

Die US-Notenbank Fed hat sich bei der Zinsentscheidung nach Prognosen zum amerikanischen Arbeitsmarkt ebenso positiv geäußert: Die US-Währungshüter rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer weiter stabilen Entwicklung.

Damit kann die Fed ihr Ziel Vollbeschäftigung praktisch als erledigt abhaken. Sie hatte im März die Zinsen auf die Spanne von 1,5 bis 1,75 Prozent erhöht und könnte schon bald nachlegen. Eine weitere Erhöhung im Juni gilt vielen Investoren als ausgemachte Sache. Danach könnte sie die Zügel dieses Jahr noch ein bis zwei Mal straffen. Denn die Notenbank erwartet, dass sich die Inflation dieses Jahr um das von der Fed angepeilte Ziel von 2,0 Prozent einpendeln wird. Im April legten die für die Inflationsentwicklung wichtigen Stundenlöhne im Schnitt jedoch nur um 0,1 Prozent zum Vormonat zu. Experten hatten mit 0,2 Prozent gerechnet.

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