Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street startet fester in den Handel
Die Erwartung der Quartalsberichte wichtiger Technologiekonzerne stimmt die Anleger an der Wall Street vorsichtig optimistisch. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zur Eröffnung am Dienstag knapp ein halbes Prozent fester bei 40.727 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,3 Prozent auf 5480 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 17.405 Stellen.
„Wir wollen sehen, wie einige dieser Unternehmen Geld für die Einführung der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgeben und KI-Universen für sich selbst aufbauen, und ob die Investoren ihnen weiterhin genügend Spielraum lassen werden, um dies zu tun“, kommentierte Scott Ladner, Chefanleger beim Vermögensverwalter Horizon in North Carolina.
Zahl offener Stellen sinkt
Die Nachfrage nach Personal in den USA nahm zuletzt ab. Die auch von der Zentralbank stark beachtete Zahl der offenen Stellen sank Ende Juni auf 8,184 Millionen, wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage (Jolts) mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit 8,0 Millionen gerechnet. Der Vormonatswert wurde zugleich auf 8,230 Millionen von ursprünglich gemeldeten 8,140 Millionen nach oben revidiert.
Auch die Konsumstimmung in den USA hellte sich zuletzt auf. Das Barometer für die Verbraucherlaune stieg im Juli auf 100,3 Punkte von abwärts revidiert 97,8 Zählern im Juni, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten für Juli lediglich einen Wert von 99,7 Punkten auf dem Zettel. Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate blieben die Inflationserwartungen der Verbraucher stabil: Sie rechnen weiterhin mit einer Teuerungsrate von 5,4 Prozent.
Die Notenbank Federal Reserve (Fed) dürfte am Mittwoch eine weitere Zinspause einlegen. Experten rechnen allerdings damit, dass sie ein Signal für eine baldige Lockerung des straffen geldpolitischen Kurses geben wird. Sie hat eine Zinswende von der Datenlage abhängig gemacht.
Die Notenbank strebt einen nachhaltigen Rückgang der Inflation in Richtung des Zielwerts von zwei Prozent an und will zugleich den heiß gelaufenen Jobmarkt abkühlen. Am Freitag veröffentlicht die Regierung den US-Arbeitsmarktbericht für Juli. Ökonomen rechnen mit einem Stellenzuwachs von 175.000 außerhalb der Landwirtschaft, nach 206.000 im Juni.
Einzelwerte im Fokus
Procter & Gamble: Aus den Depots flogen dagegen Procter & Gamble. Die Titel des Konsumgüterkonzerns rutschten um mehr als sechs Prozent ab. Das Unternehmen bekam im vergangenen Quartal eine schwächere Nachfrage nach Luxus-Hautpflegeprodukten in China und nach seinen Pampers-Babywindeln zu spüren.
Microsoft: Der Tech-Riese Microsoft berichtet über sein Geschäftsquartal. Zu Handelsstart notieren die Papiere leicht fester.