Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street startet fester in den Handel
Die US-Börsen haben am Donnerstag nach der Veröffentlichung der Arbeitslosendaten fester eröffnet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg im frühen New Yorker Handel um 1,1 Prozent auf 39.209 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 1,1 Prozent auf 5258 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um ein Prozent auf 16.350 Punkte.
Für Erleichterung sorgten die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung. Diese lagen bei 233.000 und gingen damit so stark zurück wie seit rund elf Monaten nicht mehr. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 240.000 gerechnet. Enttäuschende Zahlen vom Arbeitsmarkt hatten Anfang des Monats an den Finanzmärkten Furcht vor einer Rezession in den USA ausgelöst, die allerdings durch positive Daten aus dem wichtigen Dienstleistungssektor mittlerweile gedämpft wurde.
Angesichts der steigenden Erwartungen an rasche Zinssenkungen der US-Notenbank Fed schauten die Anleger bei den wöchentlichen Arbeitslosenzahlen genauer hin. Die US-Währungshüter wollen mit ihrer Hochzinspolitik die Inflation eindämmen, ohne jedoch die Wirtschaft abzuwürgen. Sie hielten den Leitzins Ende Juli weiter in der Spanne von 5,25 Prozent bis 5,50 Prozent. An den Börsen waren daraufhin Sorgen um den Zustand der Wirtschaft hochgekocht. JPMorgan hat die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in den USA bis zum Jahresende von 25 Prozent auf 35 Prozent erhöht und verwies dabei auf den nachlassenden Druck auf dem Arbeitsmarkt.
Weitere Einzelwerte im Fokus
Under Armour: Der Sportartikelhersteller Under Armour hat Anleger mit einem überraschenden Gewinn im ersten Quartal erfreut. Die Aktien steigen mehr als 18 Prozent. Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn von einem Cent pro Aktie, während die Analysten einen Verlust von acht Cent erwartet hatten. Der Umsatzrückgang fiel zudem geringer aus als befürchtet.
Eli Lilly: Eli Lilly kann mit einem optimistischeren Ausblick punkten. Die Aktien des Pharmakonzerns gewinnen mehr als neun Prozent. Nach einem überraschend hohen Quartalsgewinn hob der Anbieter des Gewichtsreduktionsmittels Zepbound seinen Schätzungen für das Gesamtjahr an. is 43,6 Milliarden Dollar.
Bumble: Aktien von Bumble brechen nach einer Senkung der Umsatzprognose um mehr als 38 Prozent ein. Der Dating-App-Anbieter rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von einem Prozent bis zwei Prozent für das Gesamtjahr, nachdem zuvor acht Prozent bis elf Prozent in Aussicht gestellt wurden. Auch die Umsatzerwartungen für das zweite Quartal wurden verfehlt.