Dow Jones, S&P 500, Nasdaq: Wall Street startet fester in den Handelstag
Eine positive Überraschung beim Quartalsbericht der Facebook-Mutter Meta sorgt für gute Stimmung an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 notierten zur Eröffnung am Donnerstag jeweils rund ein halbes Prozent fester bei 40.987 und 5586 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann genauso viel auf 17.733 Zähler.
Robuste Werbeeinnahmen haben Meta trotz hoher Kosten für die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) ein überraschend starkes Quartalsergebnis beschert. „Meta hat dem Projekt mit der KI etwas Zeit verschafft, denn Investoren sind bereit, über erhöhte Investitionsausgaben hinwegzusehen, solange das Umsatzwachstum stark bleibt“, kommentierte Kathleen Brooks, Managerin beim Broker XTB.
Neben den Quartalszahlen wurden auch die Arbeitslosenzahlen in den USA veröffentlicht. In der vergangenen Woche stellten 249.000 Bürger einen Antrag auf staatliche Unterstützung, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Das ist der höchste Wert seit August 2023. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit 236.000 Anträgen gerechnet, nach 235.000 in der vorangegangenen Woche. Der nicht so stark schwankende Vier-Wochen-Schnitt stieg auf 238.000.
Kritisch wird es aus Sicht von Experten erst ab einer Zahl von etwa 270.000 Erstanträgen – ein Signal für eine negative Trendwende am Arbeitsmarkt. Die US-Notenbank will mit ihrer Hochzinspolitik die Inflation eindämmen und dabei auch den Arbeitsmarkt abkühlen.
Die Zentralbank Federal Reserve (Fed) hält den geldpolitischen Schlüsselsatz aktuell in der Spanne von 5,25 Prozent bis 5,50 Prozent. Sie öffnete jüngst allerdings die Tür für eine Senkung, die an den Finanzmärkten für September erwartet wird. Laut Fed-Chef Jerome Powell gibt es Signale, dass sich die Lage am Arbeitsmarkt wie erwünscht normalisiert.
Weitere Einzelwerte im Fokus
Meta: Die Meta-Aktie sprang um fast zehn Prozent in die Höhe.
Eli Lilly: Gefragt waren auch die Titel von Eli Lilly, die um 3,3 Prozent zulegten. Die Abnehmspritze des US-Pharmakonzerns hatte in einer Studie auch einen klaren Nutzen für Herzpatienten gezeigt.
Moderna: Die Moderna-Papiere brachen um mehr als 17 Prozent ein, nachdem der US-Biotechnologiekonzern die Umsatzprognose für seine Impfstoffe gegen Covid-19 und das Atemwegsvirus RSV drastisch zusammengestrichen hatte.