BörsenWoche 530: Depotticker: Die wichtigsten Updates der Woche
+++Gold über 4000 Dollar (KD)
Der Goldpreis hat vergangene Woche eine neue Rekordmarke geknackt. Zum ersten Mal wurde eine Feinunze zwischenzeitlich für mehr als 4000 Dollar gehandelt. Die Aussicht auf sinkende Zinsen, die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und eine starke Nachfrage der Zentralbanken gelten als Gründe für den Anstieg.
+++Buffett kauft Chemiesparte (KD)
Nach langer Zurückhaltung hat Großinvestor Warren Buffett einen geeigneten Übernahmekandidaten gefunden. Sein Konglomerat Berkshire Hathaway wird die Petrochemie-Sparte des Ölkonzerns Occidental Petroleum für 9,7 Milliarden Dollar übernehmen. Die Transaktion soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Es ist Berkshires größter Zukauf seit 2022 und ein Wiedersehen mit der Chemiebranche: 2011 Übernahm Berkshire Hathaway den Spezialchemiehersteller Lubrizol – ebenfalls für 9,7 Milliarden Dollar.
Berkshire Hathaway und Occidental Petroleum stehen seit 2019 in enger Verbindung. Damals stieg Buffett initial bei dem Konzern ein. Heute besitzt Berkshire Hathaway mehr als ein Viertel der Anteile. Occidental Petroleum will den Verkauf nutzen, um einen Teil seiner hohen Schulden abzubauen. Arm wird Buffett durch den Deal nicht: Ende des zweiten Quartals wies sein Unternehmen 344 Milliarden Dollar an Barmitteln aus.
+++Softbank-Aktie über 23.000 Yen (SD)
Der Aufschwung der japanischen Softbank-Aktie hält weiter an. Monatelang war vor allem Künstliche Intelligenz (KI) der Kurstreiber. Softbank hält als Beteiligungsgesellschaft Anteile an zahlreichen Unternehmen, die bei der Entwicklung von KI eine wichtige Rolle spielen, darunter der britische Chipdesigner Arm und der ChatGPT-Entwickler OpenAI.
Anleger haben kürzlich einen weiteren Grund für Optimismus gefunden: Japan wird wohl bald von Sanae Takaichi regiert, die zur Vorsitzenden der Regierungspartei LDP gewählt wurde. Takaichi vertritt eine wirtschaftsfreundliche Politik mit höheren Staatsausgaben. Das könnte Japans Konjunktur ankurbeln. Am ersten Handelstag nach Bekanntgabe von Takaichis neuer Rolle in der LDP stieg der Yen um fünf Prozent, die Softbank-Aktie an der Tokioter Börse um vier Prozent. Ihr Kurs lag bei gut 21.000 Yen. Zu Jahresbeginn waren es 9200 Yen. Im April fiel der Kurs kurzzeitig auf 5700 Yen, als die US-Zollpläne die Börse verschreckten.
Softbank bleibt mutig: Wie vergangene Woche bekannt wurde, übernimmt das Unternehmen die Robotiksparte des Schweizer Elektrotechnikkonzerns ABB für etwa 5,4 Milliarden Dollar. Das wurde mit einem Kursplus von elf Prozent belohnt. Die Aktie stieg auf gut 23.000 Yen.
+++Tesla stellt günstigere Modelle vor (SD)
Der Elektroautobauer Tesla hat vergangene Woche günstigere Versionen seiner Bestseller Model Y und Model 3 vorgestellt. Es handelt sich dabei um abgespeckte Versionen, die für weniger als 40.000 Dollar angeboten werden. Tesla musste handeln: In den USA ist gerade eine Steuervergünstigung für Elektroautos in Höhe von 7500 Dollar weggefallen. Die Preise der neuen Tesla-Autos sind konkurrenzfähig, aber manche Beobachter sind enttäuscht. Tesla hatte zuvor von neuen Modellen gesprochen, hat nun aber lediglich neue Modellversionen auf den Markt gebracht. Das könnte auch die Reaktion der Aktie erklären: Am Tag der Bekanntgabe gab sie vier Prozent nach.
Dieser Beitrag entstammt dem wöchentlichen Anlage-Newsletter BörsenWoche. Jetzt abonnieren.