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Nikkei, Topix und Co. Schwache Konjunkturdaten aus China drücken Asien-Börsen

Von der Kauflaune in den USA ist in Asien nichts zu spüren. Die Anleger blicken besorgt auf neue Wirtschaftsdaten aus China. Auch Japans Industrieproduktion ist gesunken.

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Die Anleger in Asien sind mit Blick auf neue Wirtschaftsdaten eher zurückhaltend. Quelle: dpa

Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstag entgegen neuer Allzeithochs an der Wall Street zunächst schwächer. Sorgen über das sich verlangsamende Wirtschaftswachstum in China und regulatorische Änderungen belasten die Anleger.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 27.735 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index blieb unverändert und lag bei 1950 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,8 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 1,4 Prozent.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 109,84 Yen und stagnierte bei 6,4684 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent niedriger bei 0,9156 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,2 Prozent auf 1,1814 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0819 Franken. Das Pfund Sterling gewann 0,1 Prozent auf 1,3773 Dollar.

Chinas Industrie expandiert im August langsamer – Dienstleistungssektor schrumpft

Virusbedingte Einschränkungen und hohe Rohstoffpreise drücken Chinas Industrietätigkeit und lassen den Dienstleistungssektor schrumpfen. Der offizielle Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes (PMI) fiel im August auf 50,1 von 50,4 im Juli, wie die Daten des Nationalen Statistikamtes (NBS) am Dienstag zeigten. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Rückgang auf 50,2 Punkte gerechnet. Jenseits der 50er Marke beginnt der Wachstumsbereich.

Die chinesische Wirtschaft hatte sich bereits weitgehend von der Pandemie erholt, sah sich jedoch in den vergangenen Monaten mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Rohstoffmangel führte zu Störungen der Lieferkette und trieb die Preise in die Höhe, die auf das Gewinnwachstum der Industrieunternehmen drückten. Durch Maßnahmen zur Zügelung des Immobilienmarkts und eine Kampagne zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen verlor die Erholung weiter an Kraft.

Der Indikator für die Aktivität im Dienstleistungssektor schrumpfte im August zum ersten Mal seit dem Höhepunkt der Pandemie im Februar letzten Jahres. Der offizielle PMI für das nicht-verarbeitende Gewerbe lag im August bei 47,5 und damit deutlich unter dem Wert von 53,3 vom Juli, wie aus NBS-Daten hervorging. Die jüngsten Ausbrüche Virus in China scheinen nun weitgehend unter Kontrolle gebracht worden zu sein. Die Volksrepublik meldete den dritten Tag in Folge keine lokal übertragenen Fälle.

Japans Industrieproduktion im Juli gesunken – Aber Aussichten positiv

Japans zuletzt deutlich gestiegene Industrieproduktion sank im Juli, dürfte in den nächsten Monaten aber weiter anziehen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (Meti) am Dienstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, sank der Ausstoß im Juli um 1,5 Prozent. Viele Ökonomen hatten allerdings mit einem etwas höheren Rückgang gerechnet.

Im Vormonat war die Industrieproduktion der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt nach revidierten Daten um 6,5 Prozent gestiegen. Die Konzerne erwarten, dass es auch im August sowie September weiter aufwärts geht: Im August rechnen sie mit einem Anstieg um 3,4 Prozent und im Monat darauf um 1,0 Prozent, wie das Ministerium weiter mitteilte.

Die Arbeitslosenrate sank derweil im Juli leicht auf 2,8 Prozent nach 2,9 Prozent im Vormonat. Auf 100 Jobsuchende entfielen 115 freie Stellen, wie das Arbeitsministerium bekanntgab. Japans Wirtschaft war im zweiten Quartal dieses Kalenderjahres wieder leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg nach vorläufigen Daten auf das Jahr hochgerechnet um 1,3 Prozent. Teile des Inselreiches, darunter Tokio, befinden sich weiterhin im Corona-Notstand. Experten erwarten, dass es noch Jahre dauern wird, bis sich die Wirtschaft vollständig von den Auswirkungen der globalen Pandemie erholen wird.

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