WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen
Riedls Dax-Radar

Schaukelbörse mit positivem Grundton

Seite 3/3

Auffangzone zwischen 10.100 und 9800 Punkten

Der jüngste Rückschlag an der amerikanischen Börse trifft auch den Dax. Typisch war der Verlauf am Donnerstag (28. April), als die Börsen in Europa zu einer massiven Aufholjagd ansetzten, dann aber der schwache Dow das Erreichte wieder zunichtemachte. Damit geht im Dax die Ende vergangener Woche angekündigte Korrekturbewegung weiter. Die 200-Tagelinie, die bei knapp 10300 verläuft, konnte der Index erst einmal nicht verteidigen.

Bei den Einzelwerten findet derzeit eine neue Differenzierung statt. Während ehemals stabile Aktien wie die Münchener Rück oder Daimler unter Druck geraten, können sich abgestürzte Werte wie E.On, RWE oder Thyssenkrupp stabilisieren. BASF erholt sich mit dem Ölpreis.

Spannend wird es um die Deutsche Bank. Die zuletzt etwas besseren Zahlen sind in zweifacher Hinsicht bemerkenswert: Dass die Aktie daraufhin heftig nach oben reagierte, zeigt die immer noch verbreitete Skepsis der Anleger. Wenn man sich vor Augen hält, welch Aura die Deutsche Bank (und ihre Aktie) einst hatte und wie wenig davon übrig geblieben ist, kann man in der Tat von einer Marktbereinigung sprechen. Das aber heißt: Sollte die Deutsche Bank eines Tages wieder stabil und gut Geld verdienen, wird die Aktie auf einem ganz anderen, höheren Niveau notieren.

Vielleicht sind Anleger auch deshalb so skeptisch, weil sie den traurigen Weg der Commerzbank-Aktie vor Augen haben: Hier verlor der Kurs genau deshalb so dramatisch (und erholt sich auch nicht nachhaltig), weil der Staat eingestiegen ist. In dem Moment, in dem der Staat bei der Commerzbank aussteigt und die Bank operativ auf eigenen Füßen stehen kann, wird es ein Freudenfest an der Börse geben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Fazit zum Dax: Die Aufwärtsbewegung von Februar bis April war ein kompletter mittelfristiger Trend, der 1800 Punkte Gewinn brachte. Wenn es jetzt davon wieder bis zu 700 Punkte nach unten ginge, wäre das eine klassische Korrektur. Das würde dann in den Bereich 9800 deuten. Dann wäre zwar die wichtige Unterstützung bei 10.100 gefallen und auch die 10.000er-Marke, doch dies spiegelt eben die differenzierte Gemengelage der Einzelwerte im Dax wider.

    Für die nächsten Wochen ist Schaukelbörse angesagt, bevor mit Blick auf das zweite Halbjahr ein neuer Kletterversuch starten könnte.

    Inhalt
    Artikel auf einer Seite lesen
    Zur Startseite
    © Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%