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Riedls Dax-Radar

Schaukelbörse mit positivem Grundton

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Der Ölmarkt bleibt eine Weltmacht

Eine entscheidende Rolle spielt hierbei der Ölpreis. Durch die Förderung aus Schiefergestein sind die USA zu einem Rohstoffland geworden, das einen guten Teil seines Wachstums dieser Industrie zu verdanken hat. Die anderen beiden Triebkräfte sind der Konsum (er ist und dürfte auf absehbare Zeit die Basis bleiben) und die Technologiekonzerne.

Beim Öl könnte sich für die USA die zwischenzeitlich stark verdüsterte Situation wieder entspannen. Als die Energiepreise Anfang des Jahres ihren Tiefpunkt erreichten, konzentrierte sich alle Welt auf Saudi Arabien, Russland und Norwegen als die großen Leidtragenden. Dabei war und ist die USA ebenfalls schwer getroffen. Einen großen Teil des Wirtschaftsanstiegs bis 2015 verdankte die US-Wirtschaft dem mehrjährigen Boom des Schieferöls und der vielfach angeschlossenen Industrien;  entsprechend war mit der Ölbaisse die Enttäuschung spürbar.

Dass der Ölpreis nun in den vergangenen Wochen eben nicht, wie die Pessimisten meinten („Fiasko von Doha“) in Richtung 20 Dollar je Fass absackte sondern auf 50 Dollar zusteuert, kommt der US-Wirtschaft zugute. Kurzfristig ist es eine Entlastung auf der Asset-Seite - Exxon steht fast schon wieder so hoch wie zu Zeiten des Öl-Booms. Mittelfristig wird es die amerikanische Ölindustrie wieder ankurbeln.

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    Schub vom Öl kann die US-Wirtschaft gut gebrauchen. Denn auf einem wichtigen Gebiet zeigen sich Schwächen: Immer mehr große Technologieunternehmen stoßen an Grenzen.

    Börsenbeben für die Ölmultis

    Technisch angeschlagen: Apple und Microsoft

    Prominenteste Beispiele sind Apple und Microsoft. Dass Apple nicht auf ewige Zeiten immer mehr seiner iPhones verkaufen kann, ist zwar alles andere als überraschend, aber dass dies nun Fakt geworden ist, führt an der Börse zu einer erneuten Bereinigung. Sogar Apple-Großaktionär Carl Icahn zelebriert medienwirksam seinen Ausstieg.

    Ebenfalls wenig überraschend ist, dass Microsoft die Folgen des schwindenden Computergeschäfts zu spüren bekommt und andererseits mit seiner eigenen Mobilstrategie noch nicht soweit ist, wie gewünscht.

    Beide Aktien, Apple wie Microsoft, haben eine mehrjährige Anstiegsphase hinter sich und müssen dies erst einmal verarbeiten. Unter langfristigem Blick sehen beide Aktien so aus, als ob die Fortsetzung des großen Trends erst einmal vorbei ist. Die Kurse müssen sich wieder einpendeln und Boden finden.

    Dabei ist Apple schon etwas weiter, auch fundamental ist die Aktie günstiger als Microsoft. Andererseits bietet Microsoft durch die Vielfalt seiner Geschäftsfelder mehr Anknüpfungspunkte, wo es in den nächsten Jahren weitergehen könnte. Nebenbei: Genau in diesem Moment ist für Anleger der Erhalt einer substanziellen und sicheren Dividende ein wichtiger Kaufgrund für diese Aktien.

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