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Global Wealth ReportWeltweite Geldvermögen wachsen um sieben Prozent

Wie wird man reich? Der Vermögensreport der Allianz hält eine Antwort parat. Sie ist jedoch besonders für deutsche Sparer ernüchternd.Mark Fehr 27.09.2017 - 15:30 Uhr
„Forbes”-Liste 2025

Die reichsten Menschen der Welt 2025

Das Forbes-Magazin führt in regelmäßigen Abständen die reichsten Menschen der Welt auf. In diesem Jahr knackt einer von ihnen neue Rekorde. Die reichsten Menschen im Ranking 2025.

von Sören Imöhl

Die jährlichen Vermögensstudien der großen Beratungs- und Investmentgesellschaften beantworten zahlreiche Fragen für Zahlenfreaks: Welche Länder die reichsten sind, welche Vermögensklassen die besten Renditen bringen oder wer die höchsten Schulden hat.

Die Frage, für die sich bei aller Zahlenbegeisterung die meisten Leute wirklich interessieren, dürfte dagegen eine qualitative und keine quantitative sein. Nämlich: Wie wird man reich?

Dieser Frage ist die Allianz in ihrem aktuellen Global Wealth Report nachgegangen. Reich wird vor allem, wer sein Geld für sich arbeiten lassen kann. Das ist eine zynische Botschaft für alle, die das dafür nötige Startkapital noch nicht beisammen haben, könnte man jetzt einwenden. Doch das wäre zu kurz gedacht.

Wo die reichsten Anleger und Sparer wohnen
NeuseelandNettogeldvermögen pro Kopf: 86 030 Euro Quelle: Allianz
KanadaNettogeldvermögen pro Kopf: 87 590 Euro
NiederlandeNettogeldvermögen pro Kopf: 87 980 Euro
SingapurNettogeldvermögen pro Kopf: 89 570 Euro
BelgienNettogeldvermögen pro Kopf: 92 080 Euro
TaiwanNettogeldvermögen pro Kopf: 92 360
SchwedenNettogeldvermögen pro Kopf: 95 050 Euro
JapanNettogeldvermögen pro Kopf: 96 890 Euro
SchweizNettogeldvermögen pro Kopf: 175 720 Euro
USANettogeldvermögen pro Kopf: 177 210 Euro

Die Allianz-Experten haben untersucht, wie sich die Vermögen der privaten Haushalte im Jahr 2016 in mehr als 50 Ländern verändert haben. Sie sind mit sieben Prozent deutlich gewachsen. Grund dafür waren die vor allem zum Jahresende hin steigenden Börsen. Klar, dass davon nur profitieren kann, wer börsennotierte Wertpapiere besitzt oder zum richtigen Zeitpunkt verkauft hat.

Wohlstandsspitzenreiter sind die Amerikaner und die Schweizer. Sie halten im Schnitt umgerechnet rund 175.000 Euro pro Kopf. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem Vermögensanstieg von 2,7 Prozent in der Schweiz und 5,8 Prozent in den USA. Und dabei sind die boomenden Immobilien nicht einmal mitgerechnet, weil die Allianz nur das Geldvermögen erfasst, also Bargeld, Bankguthaben, Wertpapiere oder Versicherungs- und Rentenansprüche.

Mit Blick auf Deutschland hat der Allianz-Report Interessantes festgestellt. Wir sind offenbar Spitzenreiter darin, selbst zu arbeiten statt unser Geld für uns arbeiten zu lassen. Hierzulande hat das Nettogeldvermögen, also das Geldvermögen abzüglich Schulden, um 5,5 Prozent zugelegt. Unsere Schulden sind erstmals seit der Jahrtausendwende wieder etwas stärker gewachsen, trotzdem liegt unsere Schuldenquote mit 54 Prozent immer noch deutlich unter dem europäischen Durchschnitt von 64 Prozent.

Nur Deutsche und Österreicher bilden Vermögen aus dem Einkommen

Scheinbar sind wir deutschen Sparer bisher also relativ glimpflich durch die Niedrigzinsphase gekommen. Aber nur scheinbar. Denn der Erfolg ist hart erarbeitet. Deutschland ist laut Allianz-Report neben Österreich das einzige Land, in dem vom laufenden Arbeitseinkommen abgezwackte Sparleistungen zum Anstieg der Vermögen beigetragen haben.

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In allen anderen von der Allianz untersuchten Ländern dagegen läuft es genau umgekehrt: Dort wachsen die Vermögen aus sich selbst heraus, sprich durch steigende Vermögenswerte und die Wiederanlage von erhaltenen Dividenden und Zinsen. Mit diesen Einnahmen können Anleger in anderen Ländern auch ihre Arbeitseinkommen aufbessern.

Deutsche und Österreicher müssen sich daher mit der geringsten Rendite auf ihre Geldvermögen zufrieden geben. Sie profitieren am wenigsten von Wertveränderungen. „Während anderswo das Geld für die Sparer arbeitet, arbeiten in Deutschland die Sparer hart, um ihre Vermögen vor den Niedrigzinsen zu schützen“ fasst Kathrin Brandmeir, Ko-Autorin des Allianz-Reports die Misere zusammen. Wir leiden also still unter den niedrigen Zinsen, indem wir unsere schrumpfenden Vermögen mit laufenden Einnahmen aufbessern. Finanziert wird das durch Konsumverzicht. Wir lernen daraus: Sparen tut weh, reich werden dagegen nicht.

Platz 20: Friederike Braun-Lüdicke, 33

Die B. Braun Melsungen AG ist einer der weltgrößten Hersteller medizinischer Produkte, und wer in die Familie hinter diesem Betrieb hineingeboren wird, kann offenbar auf ein beträchtliches Vermögen zugreifen: Friederike Braun-Lüdicke ist 33 und die Tochter von Aufsichtsratsmitglied Barbara Braun-Lüdicke. Laut Forbes verfügt die junge Milliardärin über rund 1,3 Milliarden Dollar.

Foto: DPA

Platz 19: Ryan Graves, 33

Der Fahrdienst Uber mischt das Taxi-Gewerbe auf und gehört zu den erfolgreichsten Start-ups der letzten Jahre. Ryan Graves war der erste Mitarbeiter, den das Unternehmen anstellte – das hat sich bezahlt gemacht. Im August 2016 gab er sein Amt als Präsident des Unternehmens ab, bleibt aber für Uber aktiv. Sein Vermögen beträgt schätzungsweise 1,6 Milliarden Dollar.

Foto: AP

Platz 17: Tatiana Casiraghi, 33

Die Milliardärs-Erbin heiratete im Jahr 2013 Andrea Casiraghi und wurde damit Teil der Fürsten-Familie von Monaco. Reichtum ist aber nichts Neues für die 33-Jährige, die selbst rund 2,4 Milliarden Dollar besitzt: Ihr Großvater Julio Mario Santo Domingo besaß die kolumbianische Brauerei Cerveceria Bavaria und tauschte diese im Jahr 2005 gegen einen 15-prozentigen Anteil von SAB Miller ein. Als er sechs Jahre später starb, vermachte er sein Vermögen an Tatiana und ihren jüngeren Bruder Julio Mario Santo Domingo III (der später auch noch auf der Liste vorkommt).

Foto: DPA/Picture-Alliance

Platz 17: Caroline Hagen Kjos, 33

Die 33 Jahre alte Norwegerin hat das Familienunternehmen Canica AS übernommen. Ihr Vermögen beziffert Forbes auf 2,5 Milliarden Dollar.

Foto: Screenshot

Platz 16: Nathan Blecharczyk, 33

Blecharczyk ist Mitgründer und Technologie-Chef des Übernachtungsservice Airbnb: Mit 33 Jahren hat er bereits ein Vermögen von 3,8 Milliarden Dollar angehäuft. Im Jahr 2015 unterstützte er die Expansion des Unternehmens nach Kuba. In der Hauptstadt Havanna entstand auch dieses Foto.

Foto: AP

Platz 15: Tom Persson, 32

Persson ist der Enkel von H&M-Gründer Erlin Persson, der Bruder von H&M-CEO Karl-Johan und der Sohn von H&M-Chairman Stefan. Tom selbst jedoch hat keinen Job in dem Unternehmen, sondern arbeitet im Film-Business. Dank seines Nachnamens besitzt er ein Vermögen von 2,1 Milliarden Dollar.

Foto: REUTERS

Platz 14: Dustin Moskovitz, 32

Moskovitz ist Mitbegründer des sozialen Netzwerks Facebook: Mit einem Besitz von 10,7 Milliarden Dollar ist er der zweitreichste 32-Jährige der Welt. An seinen ehemaligen Mitbewohner in Harvard kommt er jedoch nicht ran...

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 13: Mark Zuckerberg, 32

Keine Große Überraschung: Facebook-Gründer und -Chef Mark Zuckerberg ist der reichste 32-Jährige der Welt. Mit einem Vermögen von 56 Milliarden Dollar landet er zudem auf Platz fünf der reichsten Menschen der Welt.

Foto: DPA

Platz 12: Julio Mario Santo Domingo III., 31

Seine Schwester Tatiana Casiraghi hatten wir schon, jetzt kommt der jüngere Bruder: Julio Mario Santo Domingo III. hat ebenfalls ein Vermögen von seinem namensgebenden Großvater geerbt, der bis zu seinem Tod Anteile an Bierbrauer SAB Miller hielt. Der 31-Jährige ist Diskjockey und besitzt laut Forbes 2,4 Milliarden Dollar.

Foto: REUTERS

Platz 11: Eva Maria Braun-Lüdecke, 29

Das Bild kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder: Denn Friederike Braun-Lüdicke ist nicht die einzige junge Milliardärin aus dem Hause Braun-Lüdicke. Ihre 30 Jahre alte Schwester Eva Maria kann ebenfalls auf ein beträchtliches Vermögen blicken. Sie besitzt rund 1,3 Milliarden Euro.

Foto: DPA

Platz 10: Lukas Walton, 30

Der nächste auf unserer Liste hat bereits früh ein Vermögen geerbt: Lukas Walton wurde schlagartig reich, als sein Vater, der Wal-Mart-Erbe John Walton, im Jahr 2005 bei einem Flugzeugabsturz starb. Sohn Lukas bekam ein Drittel der Anteile an dem US-Unternehmen sowie an dem Solarpanel-Hersteller First Solar. Der Besitz des 30-Jährigen beträgt laut Forbes 11,3 Milliarden Dollar.

Foto: AP

Platz 9: Wang Han, 29

Im Jahr 2005 starb der Gründer der chinesischen Juneyao Group und vermachte seinem Sohn unter anderem die Anteile an der Fluggesellschaft Juneyao Airlines (Bild). Wang Han besitzt daher bereits mit 29 Jahren ein Vermögen von 1,3 Milliarden Dollar.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 8: Patrick Collison, 28

Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder John gründete der Ire 2010 den Bezahldienst Stripe. Die Bewertungsrunde im November 2016 machte die beiden zu Milliardären. Patricks Vermögen wird auf 1,1 Milliarden Dollar geschätzt.

Foto: Presse

Platz 7: Bobby Murphy, 28

Murphy (links) und Stanford-Kollege Evan Spiegel haben zusammen die Nachrichten-App Snapchat entwickelt und sind beide ganz weit oben auf unserer Liste. Mit 28 Jahren ist Murphy der ältere von beiden und kommt mit 4 Milliarden Dollar auf Platz sechs.

Foto: dpa

Platz 6: Ludwig Theodor Braun, 27

Schon wieder dieses Bild? In der Tat. Auch Ludwig Theodor Braun, der Sohn des Unternehmenschefs Ludwig Georg Braun, kommt auf die Liste der jüngsten Milliardäre der Welt. Mit 27 Jahren besitzt er laut Forbes ein Vermögen von 1,1 Milliarden Dollar.

Foto: Dpa

Platz 5: John Collison, 26

Und noch einmal Collison. Der Ire kommt wie sein älterer Bruder Patrick auf 1,1 Milliarden Dollar. Beide haben zusammen den Bezahldienst Stripe gegründet.

Foto: Presse

Platz 4: Evan Spiegel, 26

Eben noch auf unserer Liste neben seinem Kollegen Bobby Murphy, jetzt neben seiner Verlobten Miranda Kerr: Der 26 Jahre alte Evan Spiegel kommt nach dem Börsengang seines Start-ups Snapchat auf ein Vermögen von 4 Milliarden Dollar.

Foto: AP

Platz 3: Gustav Magnar Witzoe, 23

Laut Forbes-Liste gibt es keine 24 oder 25 Jahre alten Milliardäre auf der Welt – dafür aber einen 23-jährigen: Gustav Magnar Witzoe besitzt 47 Prozent des norwegischen Lachs-Produzenten Salmar AS – hat aber keine Kontrolle darüber: Im Jahr 2013 gab ihm sein Vater die B-Klasse-Anteile des Unternehmens, das er im Jahr 1991 gegründet hat. Das Vermögen des jungen Witzoe, der sich als Investor versucht, beziffert Forbes auf 1,6 Milliarden Dollar.

Foto: Screenshot

Platz 2: Katharina Andresen, 21

Wir bleiben in Norwegen und kommen zu der 21-jährigen Katharina Andersen: Die Andresen-Familie ist in Norwegen seit 100 Jahren eine ganz große Nummer, vor allem bekannt für ihre Tabak-Marke Tiedemanns. Katharina erhielt von ihrem Vater 42 Prozent der im Familienbesitz befindlichen Investmentfirma Ferd – wodurch ihr Vermögen auf 1,2 Milliarden Dollar schoss.

Foto: Screenshot

Platz 1: Alexandra Andresen, 20

Die jüngste Milliardärin der Welt ist die Schwester von Katharina: die 20-jährige Alexandra Andresen. Auch sie erhielt 42 Prozent der Familien-Investment-Firma und besitzt laut Forbes 1,2 Milliarden Euro. Auf ihrem Instagram-Account postet sie vor allem Bilder von sich als Dressur-Reiterin.

Hinweis zu Rangliste: Die Milliardäre wurden zuerst nach ihrem Alter und dann nach ihrem Vermögen gerankt.

Foto: Screenshot

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