Ranking Ratenkredit Welche Banken die niedrigsten Zinsen verlangen

Schuldner leben dank Niedrigzinsen im Schlaraffenland – aber nur, wenn sie eine hohe Kreditwürdigkeit besitzen. Ein Exklusivranking zeigt die günstigsten Ratenkredite abhängig von der Bonitätseinstufung.

Wenn in diesen Zeiten vom Zins die Rede ist, geht es meist um das Leid der Sparer, deren Kontoguthaben durch die Inflation entwertet werden. Denn Banken zahlen wegen der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank kaum noch Zinsen auf die Einlagen ihrer Kunden.

Für Schuldner dagegen ist das niedrige Zinsniveau von Vorteil. Das Kreditvergleichsportal smava machte einen negativ verzinsten Kredit sogar zum Marketingschlager. Doch die Traumkonditionen gelten nicht für jeden. In den Genuss niedriger Zinsen gelangen vor allem Bankkunden mit sehr hoher Kreditwürdigkeit.

Das Zinsniveau der bei Verbrauchern beliebten Ratenkredite unterscheidet sich deutlich je nach Bonität des Schuldners. Bei Ratenkrediten erhalten Bankkunden ein Darlehen, das sie während der Laufzeit in festen Monatsraten zurückzahlen müssen. Jede Rate enthält Tilgung plus Zins, wobei der Zinsanteil während der Laufzeit sinkt und die Tilgung steigt.

Ein Exklusivranking zeigt die günstigsten Ratenkredite.

Die FMH Finanzberatung aus Frankfurt hat für die WirtschaftsWoche die Ratenkredit-Angebote von 22 Banken ausgewertet und die Ergebnisse nach Laufzeit (drei, fünf und sieben Jahre) sowie nach zwei Bonitätsklassen (beste und gut) gegliedert. Je niedriger der effektive Jahreszins, desto weiter vorn landet die ihn verlangende Bank.

Wie ordnen Banken ihre Schuldner in Bonitätsklassen ein? „Je nach Bank gibt es vier bis fünf Stufen“, erklärt Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Nur rund drei Prozent der Kunden landen laut Herbst in der Spitzenklasse. Rund 20 Prozent würden mit guter und 40 Prozent mit mittlerer Bonität beurteilt. Das FMH-Ranking bezieht sich auf die Kunden in den beiden obersten Bonitätsklassen.

Die besten Angebote für Ratenkredite, 36 Monate Laufzeit

Das Ranking bietet durch den Ausweis von zwei Bonitätsklassen auch insofern Mehrwert, als Banken in ihren Werbungen und Preislisten zuweilen den Zins angeben, den zwei Drittel ihrer Kunden erhalten. Das mag statistisch Sinn machen, der Einzelne kann damit jedoch nur wenig anfangen.

Die FMH-Analyse macht deutlich, dass Schuldner mit Spitzenbonität die Niedrigzinszeiten als Schlaraffenland erleben. Jubeln dürfen in erster Linie Beamte oder beruflich erfolgreiche Paare mit Doppelverdienst. Aber gerade Haushalte mit unsicherer Finanzsituation greifen für größere Anschaffungen gern bei Ratenkrediten zu und müssen wegen ihres Ausfallrisikos höhere Zinsen zahlen. Das betrifft etwa Selbständige, Freiberufler oder Angestellte mit befristeten Verträgen.

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