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Chinesischer Immobiliengigant Evergrande leistet Anleihekuponzahlung von 35,9 Millionen Dollar und beruhigt Markt

Die gute Nachricht sorgt für etwas Erleichterung an den Märkten. Quelle: Reuters

Der chinesische Immobilienkonzern wird seine Onshore-Anleihe pünktlich bezahlen. Ob er auch die fälligen Zinsen für seine Offshore-Anleihe zahlen kann, bleibt unklar.

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Der von Zahlungsunfähigkeit bedrohte Immobilienriese China Evergrande wird eine Anleihekuponzahlung in Höhe von 35,9 Millionen Dollar leisten.

Die Haupteinheit der China Evergrande Group, die Hengda Real Estate Group, teilte am Mittwoch in einer Erklärung mit, dass sie die Kuponzahlung für ihre in Shenzhen gehandelte 5,8 Prozent September 2025 Onshore-Anleihe pünktlich am Donnerstag, den 23. September, begleichen werde.

Die Kuponzahlung beläuft sich nach Angaben von Refinitiv auf 232 Millionen Yuan (35,88 Millionen Dollar). Evergrande wird seine Onshore-Anleihe pünktlich bezahlen, aber das Unternehmen hat noch nicht mitgeteilt, ob es in der Lage sein wird, die ebenfalls am Donnerstag fälligen Zinsen in Höhe von 83,5 Millionen Dollar für seine Offshore-Anleihe vom März 2022 zu leisten.

Evergrande-Verwaltungsratschef Hui Ka Yuan hatte sich bereits am Dienstag zuversichtlich gezeigt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass Evergrande mit Ihrem Einsatz und Ihrer harten Arbeit aus seinem dunkelsten Moment herauskommen wird und so schnell wie möglich die Bauarbeiten in vollem Umfang wieder aufnehmen wird“, schrieb Hui in einem Brief an die Mitarbeiter. Evergrande werde seine Verpflichtungen gegenüber den Immobilienbesitzern, Investoren, Partnerfirmen und Banken erfüllen.

Die guten Nachrichten sorgten für etwas Erleichterung für die nervösen Märkte, die befürchten, dass ein Zahlungsausfall von Chinas zweitgrößtem Bauunternehmen das globale Finanzsystem in Mitleidenschaft ziehen könnte. Evergrande ist so stark mit der chinesischen Wirtschaft im Allgemeinen verflochten, dass die Angst vor einer Ansteckung die Finanzmärkte in Atem gehalten hat. Das Thema dominiert auch die Nachfrageseite auf dem Rohölmarkt. China ist auch einer der größten Nachfrager nach Erdöl. Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 75,24 US-Dollar. Das waren 88 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg in ähnlichem Ausmaß auf 71,37 Dollar.

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Evergrande ist in Zahlungsverzug gegenüber seinen Gläubigern geraten. Analysten der Citigroup warnten vor Risiken für das ganz Finanzsystem in China, sehen aber keinen „chinesischen Lehman-Moment“ voraus.

Mehr zum Thema: Die Schockwellen, die vom Überlebenskampf des chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande ausgehen, treffen auch den Dax. Sollte die Marke von 15.000 Punkten nicht halten, droht der Aufwärtstrend zu brechen.

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