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Immobilienwert Fünf Faktoren, die Ihr Haus wertvoller machen

Der Wert einer Immobilie bestimmt sich nicht nur nach dem Grund und dem, was darauf gebaut ist, sondern auch nach immateriellen Kriterien. Quelle: imago images

Eigentümer schätzen den Marktwert ihrer Immobilie oft falsch ein. Denn potenzielle Käufer bewerten Häuser nach Wirtschaftlichkeit und eigenen Bedürfnissen. Was Immobilienbesitzer bei einem Verkauf bedenken sollten.

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Pierre-Emerick Aubameyang, Stürmerstar von Arsenal London, kaufte sich kürzlich ein Luxusanwesen im Norden der britischen Hauptstadt. Es hat sieben Schlafzimmer, ein riesiges Schwimmbad und eine Tiefgarage, groß genug, um dort seine umfangreiche Sammlung an teuren Sportwagen zu parken. Für Fußballmillionäre wie Aubameyang spielt es keine Rolle, wie viel Geld sie in ein Haus stecken. 

Ganz anders sieht es jedoch bei Immobilieneigentümern mit Durchschnittseinkommen aus. Spätestens wenn sie ihr Haus wieder verkaufen wollen, merken sie, dass Käufer eine Immobilie anders bewerten als sie. Ein Pool beispielsweise ist für viele Interessenten in erster Linie ein Kostenfaktor, der den Wert eines Hauses mindert. Er muss regelmäßig gereinigt und instand gehalten werden, auch dann, wenn er nicht genutzt wird.

Auch wenn es für viele Hauseigentümer schmerzlich ist, dem Markt ist es egal, wie viel sie in eine Immobilie investiert haben. Zwar hat jeder Immobilienkäufer seine eigenen Vorlieben. Es gibt jedoch eine Reihe von Faktoren, die den Wert eines Hauses grundsätzlich steigern und auch solche, die ihn senken. Eigentümer, aber auch Käufer, sollten diese Kriterien kennen. Fünf dieser Eigenschaften sind besonders wichtig, auch wenn sie häufig zu wenig beachtet werden.

Standard ist der neue Luxus

Wohneigentum hat den Vorteil, dass die Eigentümer ihre Immobilie frei gestalten können. Allerdings hat ein allzu individuelles Design auch Nachteile, nämlich dann, wenn das Haus verkauft werden soll.

Denn Immobilienkäufer, die eine Immobilie besichtigen, rechnen bereits im Geiste durch, was sie ein Umbau nach eigenen Wünschen kosten würde. Das heißt, je ausgefallener ein Haus gestaltet ist, desto weniger wertvoll ist es. Ein Luxusbad in grellem Orange oder Pink ist vor allem eins, eine teure Baustelle. Die Wahrscheinlichkeit, einen Käufer mit einem ähnlich ungewöhnlichem Geschmack zu finden, ist gering. Ein Bad mit weißen Standardfliesen hebt den Kaufpreis daher umso mehr.

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Standort erkennen

    Ähnliches gilt für die Aufteilung der Räume. Je individueller der Zuschnitt, desto geringer der Wert. Die einzelnen Zimmer sollten weder zu groß, noch zu klein sein. Denn jede Wand, die der Käufer einreißen, versetzen oder ergänzen muss, drückt den Kaufpreis. Eigentümer, die bereits mit dem Gedanken spielen, ihre Immobilie später wieder zu verkaufen, sollten schon beim Umbau an mögliche Preisabschläge durch allzu ausgefallene Ideen denken.

    Niedriger Unterhalt zahlt sich aus

    Ein eigenes Haus ist zwar mietfrei, aber nicht kostenfrei. Jeder Teil des Hauses, der überdurchschnittlich viele Kosten verursacht, kann den Wert einer Immobilie mindern. Dazu gehören beispielsweise Pool oder Sauna. Das gilt zumindest für Immobilien, die für Durchschnittsverdiener erschwinglich sind. Im Luxussegment gehören solche Ausstattungen meist zum Standard. 

    Normalerweise steigert ein großes Grundstück den Wert einer Immobilie. Zu viel davon kann allerdings auch zu Abschlägen führen. Denn potenzielle neue Eigentümer werden folgende Rechnung aufmachen: Wie aufwendig ist es, große Rasenflächen zu mähen, Bäume zurück zu schneiden, Hecken zu stutzen und Laub zu entsorgen. Wenn der Eigentümer es nicht selbst erledigen kann, muss dafür vielleicht sogar einen Gärtner bezahlen. 

    In modernen Häusern wird oft offen gebaut, es werden beispielsweise zwischen Küche und Wohnbereich keine Wände gezogen. Das bringt zwar mehr Licht und Transparenz. Bei offener Bauweise werden allerdings auch die angrenzenden Räume mitgeheizt. Das heißt, die Heizkosten werden tendenziell höher sein. Hohe Betriebskosten können sich negativ auf den Kaufpreis auswirken. Mindert der Grundriss der Immobilie die Heizkosten, wird dass den Wert tendenziell steigern. 

    Solche allgemeinen Regeln können natürlich nicht berücksichtigen, dass einem Käufer die Betriebskosten im Einzelfall egal sind, weil er genau diese Immobilie kaufen will. Allerdings helfen sie, ein Haus objektiv zu bewerten. 

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