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Steuersoftware im PraxistestQuicksteuer 2024: Ein Schmalspur-Angebot für Angestellte

QuickSteuer ist eine vom Leistungsumfang reduzierte Software, die auf Steuerfälle von Angestellten zugeschnitten ist. Doch im Praxistest überzeugte sie nicht vollends.Niklas Hoyer 12.04.2024 - 09:06 Uhr
Foto: Screenshot

Was ist Quicksteuer 2024?

Quicksteuer ist die abgespeckte Variante von Taxman und stammt ebenfalls vom Fachverlag Haufe-Lexware. Auch hier erinnert vieles an die SteuerSparErklärung, also eine umfassende Konkurrenz-Steuersoftware des Verlags Wolters Kluwer – was ein wenig verwirrend wirken kann. 

Dahinter steckt eine Kooperation, weil Haufe-Lexware sich stärker auf Geschäftskunden fokussiert und das Endkundengeschäft als strategisch weniger relevant ansieht. Deswegen wurde die Entwicklung der Software praktisch an die Konkurrenz übergeben.

Wie sind die Erfahrungen mit Quicksteuer 2024 im Praxistest?

Der normale Nutzer merkt natürlich nichts davon, dass Quicksteuer 2024 eng verwandt mit der Konkurrenzsoftware SteuerSparErklärung ist. Für ihn ist nur entscheidend, ob die Software etwas taugt und bei der Steuererklärung gut unterstützt. 

Anders als Taxman und SteuerSparErklärung ist QuickSteuer voll auf Angestellte zugeschnitten. Einkünfte von Selbstständigen (Einnahme-Überschuss-Rechnung) können zum Beispiel nicht ermittelt werden, sondern nur als Summe eingetragen werden, ohne jegliche Unterstützung. Sonst müssten Kunden die teurere Deluxe-Variante wählen, mit größerem Leistungsumfang. Dann können auch gewerbliche Steuererklärungen erstellt werden, zudem wird die Einnahme-Überschuss-Rechnung samt Umsatzsteuer-Voranmeldung angeboten. Außerdem lässt die Deluxe-Variante bis zu fünf Steuererklärungen zu, während es in der Basisvariante maximal drei sind.

Foto: WirtschaftsWoche

Im Test gab es beim Abruf aktueller Daten vom Finanzamt („vorausgefüllte Steuererklärung“) teils Fehler, was in früheren Jahren bei QuickSteuer auch schon auftrat. Die Software meldete, Daten seien nicht übernommen worden. Teils waren sie es aber doch. Trotzdem waren die für diese Daten relevanten Themenbereiche nicht als aktiv zu bearbeiten ausgewählt worden. Dabei liegt das dann auf der Hand. Merkwürdig! Zumal im Kern die gleiche Technik und Methode wie bei den verwandten Programmen – also Taxman und SteuerSparErklärung – zum Einsatz kommt. 

Während der Eingabe liefert Quicksteuer kontextbezogene Hinweise und Erklärungen. Die Software hat hier durchaus Substanz und hilft oft weiter. Die Unterstützung der Nutzer ist aber weniger gelungen als bei manchen Konkurrenzprodukten. Die Länge der Wegstrecke zur Arbeit müssen Nutzer beispielsweise selbst wissen, mit QuickSteuer können sie diese nicht automatisch errechnen lassen. 

An einigen Stellen denkt QuickSteuer mit: Wer einen Computer über mehrere Jahre als Arbeitsmittel abschreiben will, obwohl dieser wegen einer Spezialregel im Jahr der Anschaffung voll abgesetzt werden kann, wird darauf nochmals explizit hingewiesen. 

Der große Software-Test: Die besten Programme und Apps für Ihre Steuererklärung

Eine Besonderheit von QuickSteuer ist ein „Steuerbarometer“, das in einer schmalen Spalte ganz links auf der Nutzeroberfläche angeboten wird – neben anderen Funktionen. Es zeigt anschaulich den Steuersatz, die zu versteuernde Einkommenssumme und die fällige Steuer. Eine nette Illustration, auch wenn der konkrete Erkenntnisgewinn dabei letztlich überschaubar ist. Natürlich blendet auch QuickSteuer ohnehin laufend ein, mit welcher Steuererstattung oder Steuernachzahlung auf Basis der bisherigen Eingaben zu rechnen ist.

Welche Kosten fallen bei Quicksteuer 2024 an?

Als reiner Download ist die Software im Internet ab 11,99 Euro erhältlich. Das ist ein im Branchenvergleich günstiger Preis. Regulär beim Hersteller soll der Download 19,99 Euro kosten.

Das Fazit des Praxistests

In vielen Fällen wird diese abgespeckte Variante von der Software Taxman ausreichen. Sie überzeugte im Test aber nicht vollends, weil sie Nutzer zu wenig unterstützt.

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