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Geldpolitik Erdogan wettert gegen Zinserhöhungen – Lira gibt nach

Der türkische Staatspräsident will die Leitzinsen nicht anheben – obwohl die Inflation zuletzt auf fast 20 Prozent gestiegen ist. Die Landeswährung Lira gibt weiter nach.

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Seit Beginn des Jahres hat die Lira 45 Prozent abgewertet. Quelle: AP

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat erneut gegen Zinserhöhungen gewettert und den Druck auf die geschwächte Landeswährung Lira erhöht. Mehrere TV-Sender berichteten am Montag, Erdogan habe sich erneut deutlich gegen die Anhebung von Zinsen ausgesprochen.

„Ich habe die Erhöhung von Zinsen nie befürwortet, ich tue es jetzt nicht und werde es nicht tun“, zitierte etwa der Sender NTV Erdogan. „Ich werde bei diesem Thema niemals Kompromisse eingehen.“ Er habe die Aussagen während seines Rückflugs von einem Staatsbesuch in Turkmenistan gemacht.

Die in den vergangenen Wochen schwer gebeutelte Lira verbilligte sich daraufhin um rund vier Prozent. Für einen Dollar mussten Investoren zeitweise 12,85 Lira bezahlen. In der vergangenen Woche war die Lira an einem Tag um bis zu 15 Prozent abgestürzt.

Zeitweise wurden an den Märkten für einen Dollar bis zu 13,45 Lira gezahlt, so viel wie noch nie. Seit Beginn dieses Jahres hat die türkische Währung um 45 Prozent abgewertet.

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    Erdogan ist ein erklärter Gegner von Zinserhöhungen und macht Druck auf die Zentralbank, die Leitzinsen zu senken – obwohl die Inflation zuletzt auf fast 20 Prozent gestiegen ist. Unternehmen warnen vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch den Lira-Absturz, der Importe deutlich verteuert und damit die Inflation weiter anheizt.

    Erdogan argumentiert dagegen und sieht die hohen Zinsen – derzeit liegt der Leitzins in der Türkei bei 15 Prozent – als Grund für die steigende Inflation.

    Mehr: Krise! Welche Krise? – Wie die Inflation in der Türkei die Schere zwischen Reich und Arm verschärft

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