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Hackerangriff auf Colonial Pipeline Hacker-Statement nach Angriff auf US-Pipeline – American Airlines spürt erste Auswirkungen

Es ginge nur um Geld, teilt die Hackergruppe „DarkSide" in einem Statement mit. Die Fluggesellschaft American Airlines ändert bereits Flugpläne wegen Treibstoffmangel.

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Die größte Benzin-Pipeline in den USA soll nach einem Cyberangriff schrittweise wieder in den Dienst genommen und bis Ende der Woche weitgehend normal im Einsatz sein. Quelle: dpa

Nach ihrem Angriff auf eine der wichtigsten Kraftstoff-Leitungssysteme in den USA, hat sich die als „DarkSide“ bezeichnete Hacker-Gruppe auf ihrer Website zu Wort gemeldet. „Unser Ziel ist, Geld zu machen und nicht Probleme für die Gesellschaft“, teilten die Mitglieder am Montag (Ortszeit) in einem Statement mit.

Sie fügten hinzu, unpolitisch zu sein und, dass Beobachter sie mit keiner bestimmten Regierung in Verbindung bringen sollten. In der Erklärung gab es keine Hinweise darauf, wie viel Geld die Gruppe von Colonial Pipeline verlangt. Die Hacker-Gruppe reagierte bisher nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters nach einem Kommentar zu dem Fall.

Die stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin für Cyber-Technologien unter US-Präsident Joe Biden, Anne Neuberger, sagte, die Geheimdienste prüften, ob die Hacker Verbindungen zur russischen Regierung hätten.

Präsident Biden erklärte am Montag vor Reportern, dass es zwar „bisher“ keine Beweise gebe, dass die russische Regierung involviert sei,allerdings gebe es Beweise darüber, dass die „DarkSide"-Gruppe von Russland aus gesteuert werde. Russland habe deswegen „eine gewisse Verantwortung“, mit dem Fall umzugehen.

Colonial Pipeline transportiert pro Tag 2,5 Millionen Barrel an Kraftstoffen von Raffinerien an der Golf-Küste in östliche und südliche Bundesstaaten durch ihre insgesamt 8850 Kilometer langen Leitungen.

Fast die Hälfte der Kraftstoff-Versorgung der US-Ostküste fließt durch diese Pipelines. Der Hacker-Angriff hatte die Pipeline am Freitag lahmgelegt. Das Unternehmen teilte mit, dass die Leitungen im Wesentlichen bis zum Wochenende wieder funktionsfähig sein sollen.

Die US-Fluggesellschaft American Airlines plant aufgrund von Treibstoffmangel aufgrund des Hackerangriffs Langstreckenflüge zwischenlanden zu lassen. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Flug von Charlotte, im US-Bundesstatt North Carolina, nach Honolulu auf Hawaii in Dallas einen Tank-Stop einlegen.

Dort werden die Passagiere das Flugzeug wechseln, bevor sie nach Honolulu weiterfliegen. Der Flug von Charlotte nach London soll in Boston zwischenlanden, um zusätzlichen Treibstoff zu tanken. Man werde voraussichtlich am 15. Mai zum ursprünglichen Flugplan zurückkehren.

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