Steuerhinterziehung Jagd auf Airbnb

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Von wegen steif: Hamburgs Szenequartier St. Georg ist auch bei Touristen beliebt. Quelle: Ingo Wandmacher

Das Vermieten von Wohnungen an Touristen ist beliebt, cool – und oft illegal. Nun geht der Staat erstmals massiv gegen die Boombranche vor.

Es sind die Fenster, die Michael Schwarz auf die Spur in die Illegalität führen. Auf Airbnb schaut er online, welche Wohnungen in seinem Viertel angeboten werden. Und das sind so einige. Hamburgs St. Georg ist auch bei Touristen beliebt, schöne Altbauten, lässige Cafés, und zur Alster sind es auch nur ein paar Gehminuten.

Schwarz klickt sich unermüdlich durchs Angebot, bis er Bilder findet, auf denen die Fenster der Wohnungen zu sehen sind. Die sind wie Fingerabdrücke: „An der Form der Fensterkreuze, dem Ausblick und an der gegenüberliegenden Fassade kann man meist das Haus genau identifizieren“, sagt er. Schwarz, 67 Jahre alt, Versicherungsfachwirt im Ruhestand, lebt seit 1951 in St. Georg, ist im Einwohnerverein aktiv. Er kennt hier jede Straße, jedes Haus. Und mittlerweile auch fast jedes Fenster.

 
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