Jamaika und die Einwanderung Firmen erwarten Klarheit in Einwanderungsfragen

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Die Jamaika-Koalition aus Union, FDP und Grünen könnte eine große Chance sein – nicht zuletzt für ein Einwanderungsgesetz, das Menschen und der Wirtschaft hilft.

Migranten-Azubis, wie hier in Coburg, müssen den Behörden ständig Auskunft geben. Quelle: Wolf Heider-Sawall für WirtschaftsWoche

Das Dokument, das Rüdiger Hopf zur Weißglut treibt, umfasst 20 Seiten. Es handelt sich um eine Liste mit detaillierten Fragen zu einigen von Hopfs Mitarbeitern. Wo kommt der Kollege her? Wie heißen die Eltern? Was machen sie beruflich?

Hopf, ein großer Mann in knallgrüner Fleece-Jacke, ist Ausbildungsleiter bei Kaeser Kompressoren, einem Druckluftspezialisten aus dem fränkischen Coburg. Seit zwei Jahren muss er sich in eine neue Materie einarbeiten: in das Asyl- und Ausländerrecht. 24 Auszubildende, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, hat Kaeser allein 2017 eingestellt. 45 Geflüchtete beschäftigt der Mittelständler, und seit Monaten muss der Ausbildungsleiter diese neuen Mitarbeiter löchern. Manche Fragen tauchen wieder und wieder auf, obwohl die jungen Beschäftigten sie wieder und wieder beantwortet haben.

„Wir haben das Gefühl, dass viele Behörden die Verantwortung hin- und herschieben“, sagt Hopf.

 
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