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Absage an USAKanada wehrt sich gegen Trumps Fusions-Fantasien

Donald Trump ist noch nicht zurück im Amt, aber spielt schon mit dem Gedanken, sich Kanada einzuverleiben. Aus Ottawa kommt eindeutige Ablehnung. 08.01.2025 - 07:22 Uhr

Der designierte US-Präsident Donald Trump spricht während einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago.

Foto: dpa

Kanadische Regierungsvertreter haben Donald Trumps Vorstoß, die USA und Kanada zu vereinen, eindeutig abgewiesen. Die Idee zeige klar, dass der künftige US-Präsident komplett missverstehe, was Kanada ausmache, schrieb Außenministerin Mélanie Joly beim Nachrichtendienst X. „Unsere Wirtschaft ist stark. Unsere Menschen sind stark. Wir werden Drohungen niemals klein beigeben“, erklärte Joly.

Trump hatte zuletzt mehrfach öffentlich auf Kanada geschielt und das Nachbarland im Norden als möglichen „51. Bundesstaat“ der USA beschrieben.

Premierminister Justin Trudeau, der am Montag seinen Rücktritt angekündigt hatte, schrieb auf X: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Kanada Teil der Vereinigten Staaten wird, ist kleiner als die für einen Schneeball in der Hölle.“ Arbeiter und Öffentlichkeit in beiden Ländern würden davon profitieren, dass beide Gesellschaften die wichtigsten Handels- und Sicherheitspartner füreinander seien.

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Trump kokettierte bei einer Pressekonferenz am Dienstag erneut mit seiner Idee. „Ich liebe das kanadische Volk“, sagte er. „Sie sind wunderbar, aber wir geben jedes Jahr Hunderte Milliarden aus, um sie zu beschützen“, sagte Trump - ohne auszuführen, worauf sich dieser Betrag bezog. Er schloss anders als beim Panama-Kanal oder Grönland den Einsatz von US-Militär aus, drohte aber mit wirtschaftlichen Zwängen. Man müsse die „künstlich gezogene Linie“ zwischen den beiden Ländern loswerden, so der Republikaner.

Zuvor hatte Trump sich im Netzwerk Truth Social geäußert: „Wenn Kanada mit den USA fusionieren würde, gäbe es keine Zölle, die Steuern würden deutlich sinken, und sie (die Kanadier) wären vollständig sicher vor der Bedrohung durch russische und chinesische Schiffe, die sie ständig umgeben.“ Gemeinsam mit den USA könnte man eine „großartige Nation“ werden.

Lesen Sie auch: Donald Trumps Kahlschlagpläne sind Hirngespinste

dpa
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