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Amtsenthebungsverfahren Trump holt Star-Anwalt und O.J.-Simpson-Verteidiger in sein Anwaltsteam

Der US-Präsident lässt sich im Amtsenthebungsverfahren von Spitzenjuristen vertreten. Einer von ihnen hat bereits Erfahrung mit dem Impeachment-Prozedere.

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Der Harvard-Juraprofessor wurde bekannt als einer der Anwälte, die 1995 im Mordprozess gegen den einstigen Footballstar und Schauspieler O.J. Simpson einen Freispruch erwirkten. Quelle: AP

Die Anwälte von US-Präsident Donald Trump bekommen im Amtsenthebungsverfahren prominente Unterstützung: Der Jurist Ken Starr, der mit seinen Ermittlungen 1998 den Grundstein für das letztlich erfolglose Impeachment-Verfahren gegen den damaligen Präsidenten Bill Clinton legte, und Star-Anwalt Alan Dershowitz schließen sich dem Team der Verteidigung an, wie Trumps Rechtsberater am Freitag mitteilten.

Der Harvard-Juraprofessor Dershowitz wurde bekannt als einer der Anwälte, die 1995 im Mordprozess gegen den einstigen Footballstar und Schauspieler O.J. Simpson einen Freispruch erwirkten. Geleitet wird Trumps Verteidigerteam einem Insider zufolge vom Rechtsberater des Weißen Hauses, Pat Cipollone, und Trumps persönlichem Anwalt Jay Sekulow.

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump hatte am Donnerstag im Senat offiziell begonnen. Am Dienstag werden die Eröffnungsplädoyers erwartet. Die Demokraten werfen Trump Machtmissbrauch und Behinderung der Ermittlungen des Kongresses vor.

Nach ihrer Auffassung hielt der Republikaner vom Kongress genehmigte Militärhilfe in Höhe von knapp 400 Millionen Dollar für die Ukraine zurück, um Präsident Wolodimir Selenski dazu zu bringen, Ermittlungen gegen Ex-US-Vizepräsident Joe Biden und dessen Sohn Hunter wegen angeblicher Verwicklung in Korruption einzuleiten. Joe Biden gilt als aussichtsreicher Bewerber im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten und damit als potenzieller Rivale des Republikaners Trump, der im November wiedergewählt werden will.

Trump hat die Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Er ist der dritte Präsident in der US-Geschichte, der sich einem Amtsenthebungsverfahren stellen muss. Die Entscheidung liegt bei den Senatoren, von denen die meisten Republikaner sind. Es gilt daher als unwahrscheinlich, dass Trump sein Amt verliert.

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