WiWo App 1 Monat für nur 0,99 €
Anzeigen

Bernd Erbel Designierter Chef der Iran-Gesellschaft Instex zieht sich zurück

Bernd Erbel tritt sein Amt nicht an. Er stehe aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung, teilte das Auswärtige Amt am Donnerstag mit.

  • Artikel teilen per:
  • Artikel teilen per:
Der Diplomat (r.) hat bis zu seiner Pensionierung in den Botschaften in Teheran, Kairo und Bagdad gearbeitet. Quelle: imago/photothek

Berlin Der designierte Leiter der europäischen Gesellschaft für Handelsgeschäfte mit dem Iran (Instex), Bernd Erbel, tritt sein Amt nicht an. „Herr Erbel hat das Auswärtige Amt darüber informiert, dass er aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung steht“, sagte eine Sprecherin des Außenamts am Donnerstagabend auf Anfrage. Die „Bild“-Zeitung berichtete, Hintergrund seien zwei Youtube-Interviews, die Erbel dem umstrittenen früheren Radiomoderator Ken Jebsen gegeben habe.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten die Gesellschaft Instex im Januar gegründet. Über sie soll der Zahlungsverkehr bei Iran-Geschäften abgewickelt werden. Damit sollen Firmen, die mit dem Iran Geschäfte machen wollen, vor US-Sanktionen geschützt werden.

Instex ist die einzige Maßnahme, die die drei europäischen Staaten ergriffen haben, um das Atomabkommen zur Verhinderung einer iranischen Atombombe zu retten. Die USA sind aus dem Abkommen ausgestiegen und verfolgen nun eine Politik des „maximalen Drucks“ auf Teheran.

Mehr: Moskau stellt sich im Atomstreit mit dem Iran an die Seite Europas. Russland möchte sich am Mechanismus Instex beteiligen – sieht aber auch Mängel.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%