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Hungersnot Südkorea erwägt humanitäre Hilfe für Nordkorea

Schlechte Witterungsbedingungen und Ernten erschweren die Versorgung in Nordkorea. Südkorea könnte nun helfen, die Hungersnot einzudämmen.

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Südkorea erwägt humanitäre Hilfe für Nordkorea Quelle: dpa

Seoul Die südkoreanische Regierung erwägt die Wiederaufnahme von humanitärer Hilfe für das abgeschottete Nachbarland Nordkorea. Die jüngsten Berichte internationaler Organisationen über die Versorgungsprobleme in Nordkorea seien mit großer Sorge aufgenommen worden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Mittwoch mit.

Es werde „überprüft“, wie die Hilfe für Nordkorea aussehen könnte, sagte eine Sprecherin. Konkrete Pläne gebe es bisher aber noch nicht. Zuletzt habe Südkorea auf Regierungsebene 2007 über das Welternährungsprogramm (WFP) Hilfe für Nordkorea geleistet.

Ungeachtet der festgefahrenen Verhandlungen mit der kommunistischen Führung in Pjöngjang über ihr Atomwaffenprogramm hatte US-Präsident Donald Trump erst am Dienstag dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In seine Unterstützung bei humanitärer Hilfe für Nordkorea zugesagt. „Trump sagte, die humanitäre Nahrungsmittelversorgung für die Nordkoreaner wäre eine positive Aktion zur richtigen Zeit“, hieß es in einer Mitteilung des Präsidialamts in Seoul nach einem Telefongespräch Moons mit Trump am späten Dienstagabend.

Hintergrund für die Erwägungen ist eine UN-Untersuchung, wonach in Nordkorea mindestens zehn Millionen Menschen Hunger droht. Anfang April hatte das WFP erklärt, dass die jüngste Ernte nach Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen so schlecht ausgefallen sei wie seit zehn Jahren nicht mehr. Das WFP hatte die Lage vor Ort zusammen mit der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO untersucht.

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