Nach Trumps Forderungen: US-Firma Blackrock übernimmt zwei bislang chinesische Häfen am Panamakanal
Der Schriftzug des Konzerns Blackrock an der Außenfassade des Konzerngebäudes in New York.
Foto: imago imagesNach Druck aus den USA soll die US-Finanzfirma Blackrock die Kontrolle über zwei wichtige Häfen am Panamakanal übernehmen. Der in Hongkong ansässige Konzern CK Hutchison verkauft laut einer Mitteilung die Mehrheit an seiner Hafensparte an ein von Blackrock angeführtes Konsortium. Als Teil des Deals wechselt auch das Unternehmen Panama Ports den Besitzer, das die Häfen Balboa und Cristobal an den Eingängen des Panamakanals betreibt.
Trump will Panamakanal zurück
US-Präsident Donald Trump behauptet, dass China zu großen Einfluss auf den Panamakanal habe, und spricht davon, dass die USA die Wasserstraße wieder unter ihre Kontrolle bringen müssten. China und Panama weisen die Vorwürfe zurück. Außerdem hatte Trump vor einigen Monaten die aus seiner Sicht überhöhten Gebühren für eine Durchquerung des Panamakanals kritisiert. Wegen der angeblichen Kontrolle Chinas drohte Trump mit einer Rückforderung des Kanals. Die USA hatten ihn ab dem Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und zunächst betrieben. Sie sicherten sich außerdem die Kontrolle über einen Landstreifen rund um die Wasserstraße. Seit dem Jahr 2000 hat Panama die vollen Hoheitsrechte über das Gebiet.
CK Hutchison betreibt die Häfen Balboa und Cristobal seit mehr als zwei Jahrzehnten. Von der Transaktion seien Beteiligungen an anderen Häfen wie denjenigen von Hongkong oder Shenzhen nicht betroffen, betonte der Konzern.
Für den Hafenverkauf ist unter anderem noch die Zustimmung der Behörden notwendig. CK Hutchison soll nach Abschluss des Deals rund 19 Milliarden Dollar bekommen.
Lesen Sie auch: USA kontrollieren nun wieder wichtige Teile des Panamakanals – so stark war Chinas Einfluss dort bislang