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ArbeitstrendVollzeitbeschäftigte arbeiten weniger als 2011

Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeiten fast eine Stunde weniger als im Jahr 2011. Dafür ist die Produktivität der Arbeitszeit aber angestiegen. 22.10.2024 - 09:29 Uhr

Vollzeitbeschäftigte in Deutschland arbeiten im Durchschnitt fast eine Stunde weniger als im Jahr 2011.

Foto: imago images

Die durchschnittliche Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gesunken. Lag sie 2011 noch bei 40,7 Arbeitsstunden pro Woche, so waren es 2023 nur noch 39,8 Stunden, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. „Angesichts des steigenden Bedarfs an Fachkräften wird immer wieder über die Ausweitung der Arbeitszeit diskutiert“, so die Statistiker. „In den letzten Jahren ist diese bei Vollzeitbeschäftigten leicht zurückgegangen.“

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Dagegen hat die Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten zugenommen: Diese arbeiteten im Vorjahr durchschnittlich 21,2 Wochenstunden. Zum Vergleich: 2011 waren es nur 18,2 Stunden. „Wegen dieser gegenläufigen Entwicklung hat sich die von allen abhängig Beschäftigten im Schnitt geleistete Wochenarbeitszeit im selben Zeitraum wenig verändert“, betonte das Bundesamt. Sie ging von 34,6 Stunden im Jahr 2011 auf 34,1 Stunden im vorigen Jahr zurück.

Der leichte Rückgang der Arbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten zeigt sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen: Die geleisteten Wochenstunden schrumpften verglichen mit 2011 um 2,1 beziehungsweise 2,0 Prozent. Männer arbeiteten demnach zuletzt im Schnitt 40,3 Wochenstunden, Frauen 39,0. „Auch die geleistete Stundenzahl in Teilzeit nahm unabhängig vom Geschlecht der Beschäftigten seit 2011 zu“, hieß es. Bei Männern fiel der Anstieg mit 20,0 Prozent auf zuletzt 19,5 Stunden aber etwas deutlicher aus als bei Frauen mit plus 16,6 Prozent auf 21,7 Stunden.



Nicht nur die Arbeitszeit von Teilzeitbeschäftigten ist gestiegen, sondern auch deren Anteil an allen Beschäftigten. Arbeiteten 2011 noch 27,2 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hierzulande in Teilzeit, waren es 2023 bereits 30,9 Prozent. „Teilzeitbeschäftigte zu motivieren, mehr zu arbeiten, stellt eine Möglichkeit dar, zusätzliches Potenzial am Arbeitsmarkt zu erschließen“, so das Statistikamt. „Gleichzeitig kann eine Teilzeitbeschäftigung die Aufnahme einer Beschäftigung erst ermöglichen, etwa weil auf diese Weise die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser oder überhaupt gewährleistet werden kann.“

Die Arbeitsproduktivität - gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde - stieg zwischen 2011 und 2023 um insgesamt 9,1 Prozent. Dabei sei die Stundenproduktivität von Jahr zu Jahr gestiegen. Eine Ausnahme bildete demnach nur das vergangene Jahr: Während das Arbeitsvolumen um 0,4 Prozent wuchs, sank das reale Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent. Infolgedessen sank die Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde um 0,6 Prozent zum Vorjahr.

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rtr
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