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Bundesnachrichtendienst Nordkoreas Raketen können laut BND Deutschland erreichen

Der Bundesnachrichtendienst ist einem Medienbericht zufolge sicher, dass Kim Jong Un mit seinen Raketen auch Deutschland treffen könnte.

Berlin/New YorkDer Bundesnachrichtendienst soll den Bundestag laut einem Medienbericht über die generelle Möglichkeit eines Raketenangriffs aus Nordkorea informiert haben. Laut BND-Vizechef Ole Diehl könne man „mit Sicherheit“ sagen, dass Nordkorea mit seinen Raketen „mittlerweile Europa und auch Deutschland erreichen“ könne, schreibt die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Teilnehmer.

Diel soll demnach vor wenigen Tagen einer Gruppe von Abgeordneten außerdem mitgeteilt haben, dass Nordkorea auch in der Lage sei, seine Interkontinentalraketen mit Atomsprengköpfen auszustatten. Er wies dabei aber auch daraufhin, dass die Gespräche zwischen Süd- und Nordkorea ein Zeichen der Entspannung seien.

Dass nordkoreanische Interkontinentalraketen Europa erreichen könnten, hatte bereits Ende vergangenen Jahres Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg gesagt. Dabei sagte er auch, dass ein militärisches Eingreifen vorerst nicht notwendig sein wird und vor allem über Wirtschaftssanktionen „maximaler Druck“ ausgeübt werden müsste.

Die Führung in Nordkorea hatte vergangenes Jahr nach dem Test einer Interkontinentalrakete bekräftigt, das Land könne nun das gesamte US-Festland mit Atomsprengköpfen angreifen. Es wird aber bisher bezweifelt, ob die Sprengköpfe auf einer nordkoreanischen Rakete auch den kritischen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre heil überstehen würden.

Zuletzt gab es aus Nordkorea Signale der Deeskalation. Machthaber Kim Jong Un erklärte sich bereit, mit US-Präsident Donald Trump über das Atomwaffenprogramm seines Landes zu sprechen. Trump nahm die Einladung an. Unklar ist allerdings noch, wo die beiden sich treffen wollen.

Schweden hatten sich als Vermittler eines möglichen Gipfeltreffens angeboten. Als eines von wenigen westlichen Ländern unterhalten die Skandinavier seit 1973 diplomatische Beziehungen zu Nordkorea und vertreten dabei auch US-Interessen. Von Donnerstag bis Samstag hatte sich sich Schwedens Außenministerin Margot Wallström mit ihrem nordkoreanischen Amtskollegen getroffen, um über eine friedliche Lösung der angespannten Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel zu sprechen.

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