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EurofighterBundeswehr bekommt 20 neue Kampfjets

Eurofighter für 3,75 Milliarden Euro: Der Haushaltsausschuss genehmigt den Kauf von 20 Jets für die Bundeswehr. Auch die Drohnenabwehr soll ausgebaut werden. 08.10.2025 - 15:58 Uhr
Ein Eurofighter landet im Juli 2025 auf dem Flugplatz Wittmundhafen. Foto: Sina Schuldt/dpa

Die Bundeswehr soll 20 neue Kampfjets im Wert von 3,75 Milliarden Euro bekommen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligte in Berlin einen entsprechenden Auftrag zum Kauf neuer Eurofighter, wie aus Teilnehmerkreisen bestätigt wurde.

Die Nachrichtenseite „Politico“ hatte vor wenigen Tagen bereits über das Vorhaben berichtet.

Das Verteidigungsministerium teilte mit, der Haushaltsausschuss habe 14 sogenannte 25-Millionen-Euro-Vorlagen im Wert von mehr als 7 Milliarden Euro gebilligt. Allein für die Beschaffung der Eurofighter belaufe sich die Auftragssumme auf insgesamt rund 3,75 Milliarden Euro.

Großbestellung braucht Ausschuss-Genehmigung

Da Rüstungsinvestitionen der politischen Kontrolle unterliegen, müssen Beschaffungen der Bundeswehr, die 25 Millionen Euro oder teurer sind, vor Vertragsschluss grundsätzlich vom Haushaltsausschuss genehmigt werden, so ist es in der Bundeshaushaltsordnung festgelegt.

Die beschlossenen 14 Beschaffungsvorhaben werden laut Ministerium aus dem sogenannten Sondervermögen für die Bundeswehr bezahlt. Es geht dabei neben den Eurofightern unter anderem auch um schwere geschützte Sanitätsfahrzeuge, Luftlande-Einsatz- und Gefechtsfahrzeuge, Funkgeräte, Einsatzboote für die Spezialkräfte der Marine und panzerbrechende Munition für Kampfjets und Marinegeschütze.

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Überbrückung bis zur Einführung von FCAS?

Die Bundeswehr hat bisher 138 Eurofighter. Die 20 neuen Jets sollen „Politico“ zufolge im Zeitraum zwischen 2031 und 2034 geliefert werden. Damit wolle die Bundeswehr die Zeit bis 2040 überbrücken.

Der Eurofighter soll ab 2040 durch das Luftkampfsystem FCAS (Future Combat Air System) abgelöst werden, das Deutschland gemeinsam mit Frankreich und Spanien entwickelt 8. FCAS soll mehr als nur ein Kampfflugzeug sein, sondern im Verbund mit unbewaffneten und bewaffneten Drohnen fliegen. Bei dem Projekt hakt es aber.

Drohnenabwehr bis Jahresende ausbauen

Nach Drohnensichtungen und Sperrungen von Flughäfen auch in Deutschland hat die Bundesregierung zudem Pläne für eine verbesserte Drohnenabwehr konkretisiert: Noch in diesem Jahr sollen die Spezialeinheiten der Bundespolizei um eine Drohnenabwehreinheit ergänzt werden. Auch ein geplantes Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Beides kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) in Berlin auf Nachfrage von Journalisten an.

rtr
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