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Ifo-Institut„Der Arbeitsmarkt kommt nicht aus der Krise“

Die stagnierende deutsche Wirtschaft verunsichert Unternehmen. Die reagieren mit weiteren Stellenkürzungen. 27.08.2025 - 08:28 Uhr
„Zukunft gestalten, Job finden, Unterstützung geben“ steht im Jobcenter Marzahn-Hellersdorf der Agentur für Arbeit an einer Scheibe im Wartebereich. Foto: Jens Kalaene/dpa

Die Unternehmen in Deutschland bauen angesichts der anhaltenden Konjunkturflaute wieder verstärkt Arbeitsplätze ab. Das Beschäftigungsbarometer sank im August leicht auf 93,8 Punkte, von 94,0 Punkten im Juli, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter Tausenden Managern mitteilte. „Der Arbeitsmarkt kommt nicht aus der Krise“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Die stagnierende Wirtschaft lässt die Unternehmen bei den Personalplanungen vorsichtig agieren.“

Für den Arbeitsmarkt sind das keine guten Vorzeichen: Die Zahl der Arbeitslosen blieb im Juli noch knapp unter drei Millionen. Manche Experten erwarten für August ein Überschreiten dieser Marke. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) legt die Daten am Freitag vor.

In der Industrie ist das Barometer gegen den negativen Gesamttrend erneut gestiegen. „Die Zeichen stehen jedoch weiter auf Stellenabbau, jedoch weniger stark als noch im Vormonat, betonte das Ifo-Institut. In allen zentralen Industriebranchen gab es mehr Entlassungen als Neueinstellungen.“

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Dabei streicht die Autobranche einer Studie zufolge so viele Arbeitsplätze wie kein anderer Industriezweig: Allein binnen eines Jahres seien mehr als 50.000 Stellen weggefallen, wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY herausfand. Das entspreche knapp sieben Prozent aller Arbeitsplätze in der Branche.

Bei den Dienstleistern ist der Ifo-Indikator in den negativen Bereich gerutscht. „Während die Leiharbeitsfirmen mit einer Nachfrageflaute kämpfen, wird im Tourismussektor fleißig eingestellt“, hieß es dazu. Im Baugewerbe soll der Mitarbeiterstamm weitestgehend konstant gehalten werden. Im Handel wird weiter Personal abgebaut, jedoch weniger stark als noch zuletzt.

Die deutsche Wirtschaft steht derzeit mit einem Bein in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im zweiten Quartal um 0,3 Prozent, nachdem es im ersten noch um 0,3 Prozent gewachsen war. Sinkende Investitionen und Exporte sowie ein schwacher Konsum belasten Europas größte Volkswirtschaft.

rtr
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