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InfrastrukturRahmede-Talbrücke an A45 gesprengt – Wissing vor Ort

Die marode A45-Talbrücke Rahmede in NRW ist zu Fall gebracht. Am Sonntag erfolgte die bundesweit beachtete Sprengung des Beton-Riesen. Der Bundesverkehrsminister schaute sich das Spektakel aus der Nähe an. 07.05.2023 - 14:32 Uhr Quelle: dpa

Die Sprengung der Brücke verlief erfolgreich.

Foto: imago images

Die marode Rahmede-Talbrücke an der A45 in Nordrhein-Westfalen ist am Sonntag in Lüdenscheid kontrolliert gesprengt worden. Das 17.000 Tonnen schwere und bis zu 70 Meter hohe Bauwerk an der deutschlandweit wichtigen Autobahn stürzte auf ein gewaltiges Fallbett herab. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und sein NRW-Amtskollege Oliver Krischer (Grüne) verfolgten die spektakuläre Aktion vor Ort. Die Brücke ist seit 17 Monaten voll gesperrt – mit gravierenden Folgen. Sie ist auch ein Politikum und zum Symbol für die vielerorts marode Infrastruktur in Deutschland geworden.

Am Sonntagmittag zündete Sprengmeister Michael Schneider um 12.00 Uhr die Sprengladung. Rund 150 Kilogramm Sprengstoff brachten die Brückenpfeiler zum Einsturz. Das 450 Meter lange Bauwerk stürzte zu Boden.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing bezeichnete die Sprengung der Autobahnbrücke Rahmede in Lüdenscheid in NRW am Sonntag als vollen Erfolg. Der Sprengmeister und sein Team hätten die schwierige Aktion präzise erledigt, lobte der FDP-Minister am Sonntag unmittelbar nach dem Sprengabbruch im Sauerland. Wissing betonte, es sei ein „Tag des Optimismus und ein Tag der Zuversicht“, nachdem die Brücke an der wichtigen A45 seit 17 Monaten folgenschwer gesperrt und die Region hart getroffen sei.

Das Bauwerk ist bis zu 70 Meter hoch und 17.000 Tonnen schwer.

Foto: dpa

Sprengmeister Michael Schneider von der Firma Liesegang, der mit „Bravo-Rufen“ empfangen wurde, sagte: „Ich bin einfach nur happy, happy, happy, dass alles genauso gelaufen ist, wie wir es wollten.“ Die Brücke sei „artig“ in ihr Fallbett aus 100.000 Kubikmetern Erdmasse niedergegangen, die Sprengung exakt so abgelaufen, wie vorausberechnet.

Die Bebauung direkt unterhalb der Talbrücke machte die Sprengung auf einer der bundesweit inzwischen wohl bekanntesten Baustellen besonders schwierig. Der Sprengabbruch bedeutet nach Einschätzung des Bundesverkehrsministeriums einen „Meilensten“ auf dem Weg zu einem schnellstmöglichen Neubau. Das Projekt stehe ganz oben auf der Prioritätenliste.

Die wichtige Verkehrsachse Dortmund – Frankfurt ist seit der Brückensperrung am 2. Dezember 2021 unterbrochen. Die auch wirtschaftlich bedeutende umliegende Region ist von Stauchaos, Lärm- und Abgasbelastung, stockendem Lieferverkehr, Fachkräfte-Abwanderung und Umsatzeinbußen schwer getroffen. In Lüdenscheid konnten Bürger die Sprengung in einem Public Viewing in der Innenstadt verfolgen. Der WDR zeigte die Aktion ebenfalls live.

Lesen Sie auch: Die Engpässe der neuen Ampel-Verkehrspläne

dpa
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