Netzpolitik Maas verteidigt sein neues Gesetz gegen Hassreden

Trotz aufkommender Kritik hält Bundesjustizminister Maas an seinem Gesetz gegen sogenannte „Hate Speech“ im Internet fest. Das neue Gesetz verpflichtet Plattformbetreiber, strafbare Inhalte bei Kenntnisnahme zu löschen.

Heiko Maas zum NetzDG: „Auch ich habe dazugelernt“ Quelle: dpa

Berlin
Der amtierende Bundesjustizminister Heiko Maas verteidigt das Gesetz gegen Hass-Reden im Internet gegen wachsende Kritik. „Facebook, Twitter und Co. sollten kein Interesse daran haben, dass ihre Plattformen für Straftaten missbraucht werden“, sagte der SPD-Politiker der „Bild“"-Zeitung vom Donnerstag. Wer Meinungsfreiheit verteidigen wolle, dürfe nicht tatenlos zusehen, wie der offene Meinungsaustausch durch strafbare Hetze unterbunden werde.

Ausgelöst wurde die Debatte durch das seit Jahresbeginn gültige Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Unter Berufung auf dieses Gesetz löschte Twitter einen als rassistisch kritisierten Tweet der AfD-Politikerin Beatrix von Storch. Daraufhin wurde nicht nur in AfD-nahen Kreisen kritisiert, durch das Gesetz werde eine Form der Zensur im Internet etabliert. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Alexander Gauland sprach in einer Pressemitteilung am Donnerstag von einer „absurden Wirkung des Maas'schen NetzwerkDGs“. Seiner Meinung nach seien Twitter-Mitarbeiter, Privatpersonen und die dürften nicht die Aufgabe von Richtern übernehmen. Damit sei der Justizminister Urheber eines „Anti-Rechtsstaat-Gesetzes.“

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